englische  Presse  über
Inland-Streiks.
Aus  „Times“:
„Ausskände  dieser  Art  15  äbigen  bie  nationale
Sache  und  wer  sie  nährt,  ist  ein  Vaterlandsverräter.
Eine  Regserung,  die  eine  berartige  Bewegung  ruhig
gewähren  läßt,  macht  sich  ebenso  schuldig,  wie  die
Agitatoren  selbsft.“
Aus  „Dailo  Mail“:
„Ein  Streil  in  jetziger  Zeit  ist
Akt,  der  dentbar  ist.  Es  i
jetzt  eine  Handvoll  von  Feiglingen
versuche  alles  in  Gefahr
raben  gewonnen  haben.

Streikbekämpfung  in  Frankreich.

Der  Strafparagraph  für  bas
in  den  Munstionswerkstätten  lautet

reklamierte  Personal
(ogl.  „Temps“  vom

„In  Kriegszesten  und  unter  Anwendung  der  in  Artikel
  62  des  Milltärstrafgesetzbuches  enthaltenen  Bestimmungen
  wird  der  die  Arbeit  verweigernde  vor  das  Kriegs.
gerscht  gebracht  und  kann  von  demfelben  nach  Bestimmung
bes  Artikels  194  desselben  Gesegbuches  zu  einer  Gefängnssstrafe
  von  6  Tagen  bis  zu  5  Fahren  verurteilt  werden.“

Im  „Bulletin  Asines  de  Guerre-  vom  1.  5.  1917  gibt
der  Rüstungsminister  bekannt,  daß  Arbeiter  aus  den  verbündeten
  Ländern,  die  die  Arbeit  niederlegen,  sich  der  Gefahr
  aussetzen,  verhaftet  zu  werden.  Beschwerden  seien
beim  Kontrolleur  anzubringen.  ·

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Haksan-ausdsmschaywkqvmansemkaostsgeaxs

wr  dort  aus  den  Zeitungen  wißt,
ch  harte  Kämpfe;  aber  er  wird
schon  ruhig  werden,  wenn  Ihr  ihn  dort  nicht  etwa  burch
Streiks  ermutigt,  wie  wir  hörlen.  Denn  badurch  kostet
es  bioß  mehr  Blut  bier.  Das  leuchtet  Euch  doch  ein.
Sende  Euch  allen  eine  kleine  Pbotographie  von  mir  mit,
sie  ist  ernst  getroffen,  aber  wer  jede  Minute  dem  Tode  ins
Auge  sehen  muß,  kann  nicht  lachen.  Wir  müssen  tüchtig
lan  hler.  Tag  und  Nacht  keine  Zeil,  um  müe  zu  sein.
Hoflentlich  macht  Ihr  bort  uns  hier  has  Leben  nicht  noch
schwerer.  Verpslegung  ist  auch  nicht  mehr  so  wie  früher,
aber  wir  tuen  unse  e  Pflicht.  auf  daß  wir  bald  Frieden
baben.  Unb  Ihr  wünscht  es  boch  auch  dort.  Halbe  Sache
können  und  bürfen  wir  nicht  machen.  Soll  bas  ganze
Blut  hier  umsonst  geflossen  sein?“

Krankreich  braucht  die  MNheingrenze.

Im  „Oeuore“  vom  1.  April  faht  Renc  Pichon  die
Gründe  zusammen,  die  es  verbieken,  das  linke  Rheinufer
den  Deutschen  zu  belassen.  Wenn  er  dabei  u.  a.  das  ge
schichtliche  Argument  heranzieht,  das  sich  aus  dem  langen
und  unermüdlichen  Streben  der  französischen  Staatsmänner
nach  der  Rbeingrenze  ergebe,  so  ist  er  ehrlich  genug,  anzuerkennen,
  daß  dieses  Verlangen  doch  nicht  gleichzeitig
einen  Rechtsanspruch  einschließe.  Alle  anderen  Beweisgründe
  aber  müssen  nach  seiner  Auffassung  zurücktreten
vor  der  kurchtbaren  Gefahr,  die  das  linke  Rbeinufer  in
deutschen  Händen  für  Frankreich  bedeute.  Jeder  Franzose
muß  sich  die  Formel  von  Driault  einprägen:  „Entweder  ist
Grankreichs  Grenze  der  Rhein,  oder  Bordeaux  seine
Hauptstadt.  Fünfmal  in  120  Jahren  ist  Frankreich  vom
Feinde  überfallen,  dreimal  Paris  eingenommen  worden.
Wir  können  nicht  leben  mit  dieser  ständigen  Drobung  über
unseren  Häuptern.“

„Diese  strategische  Anterlegenheit  war  leit  langem  bekannt,
  aber  der  gegenwärtige  Krieg  hat  leider  eine  andere,
nicht  weniger  ernste  Gefahr  aufgedeckt.  In  ben  jetzigen
—  und  sicherlich  noch  mehr  in  den  zukünftigen  —  Kämpfen
spielen  Eisen  und  Kohle  die  Hauptrolle:  das  Jahr  1815
hat  Deutschland  die  Herrschaft  über  die  Kohle,  das  Jahr
18“1  die  über  das  Eisen  verliehen.  Man  braucht  nur
daran  zu  denken,  welchen  Gebrauch  es  von  beiden  macht,
um  überzeugt  zu  sein,  daß  beid

müssen.  Nimmt  man  Deutschland
dos  also  nicht  eine  Eroberung,  son

Grenze,  die  in  unser

e  Kohlengruben  des  Saar-Erz-Bergwerke
  von  Diedenhofen,  die  ihm

ür  seine  Bewaffnung  im  Aederfkuß  liefern,
kan  eine  furchtbare  Mtlitärmacht  umterbalten,
  die  uns  mit  ständiger  Todesgefahr  dedroht.  wir

den  das  Recht,  diese  Gef
Recht  hat,  einen  Mörder  zu  entwaffnen.“

Feahr  zu  beseitigen,  wie  man  dos
Amso  mehr,  als  wir  es  nicht  allein  sind,  die  Gefahr
laufen,  ermordet  zu  werden:  da  ist  zunächst,  ebenso  unmittelbar
  wie  wir,  Belgien;  sodann,  indirekter,  aber  nicht
weniger  sicher,  alle  Nationen  bes  Westens  und  vielleicht
die  der  ganzen  Welt.  Paris  oder  Ankwerpen  in  der
Macht  der  Deutschen,  —  welche  Gefahr  für  London,  Rom,
New  Vork,  sogar  Petersburgt  Die  Rbeinfrage  ist  mehr
als  eine  französische  Frage,  sie  ist  elne  Weltfrage.  Sie
kann  folgendermaßen  zusammengefaßt  werden:  Der  Rhein,
zu  Deutschland  gehörig,  ist  ein  Puwversatz,

saß,  das  ganz
Europa  in  die  Luft  sprengen  kann,  in  den  Händen  wilder

Narrenl  Europa  hat  das  Recht,  nicht  in  die  Luft  fliegen
zu  wollenl