Aciegtami.  Rutüche  Hittellungen  und  Nadirlaiten

K.  b.  in  der  Zurechtslellung  und  Vorbereitung  der  Arbeil,  als
auch  in  der  Ausbildung  der  Arbeilskräfte  erforderlich.  Zur
Förderu  UI  planmäßiger  Heranbildung  von  Hilfskräften  ist
ferner  ein  umfassender  Erfahrungsaustausch  unter  den  Be—
trichen  herbeizuführen.

I.

An  NMaßnahmen  in  der  Fabrikation  ist  an-Bustreben:


1.  Möglichst  weitgehenbe  Zergliederung  der  Arbeitsvorgänge
  in  einfachste  Teilarbeiten,  um  die  Methoden  der
Massenferkigung  unter  Trennung  von  Vor-  und  Fertigarbeit
  auch  in  der  Serien-  und  Einzelfertigung  weitgehend
  benutzen  und  den  Bedarf  an  eigentlichen  Facharbeitern
  außer  auf  dem  Vorrichtungs=  und  Werlzeugbau,
  sowie  die  Instandhaltung  der  Einrichtungen,  den
Zusammenbau  und  die  neberwachung  der  Arbeilen  auf
einen  möglichst  geringen  Teil  der  letzteren  selbst  beschräulen

  zu  können.

K.  Vorrichtungen  und  Werkzeuge  für  den  Bedarf  der
Rüstungsindustrie  soweit  noch  irgend  möglich  einheitlich
geslalten,  also  Durchführung  weilgehenden  Erfahrungsaustausches
  der  beteiligten  Firmen,  um  Kräfle  und  Zeit
zu  ersparen.

II.

Hinsichtlich  der  Maßnahmen  in  der  Auzbildung

  ist  es  für  raschen  Erfolg  allgemein  erforderlich,

einerseits  das  nokwendige,  sorgfältig  auszuwählende  Ausbildunggpersonal

  bereilzustellen,  andererseils  die  Auszubildenden

möglichst  den  Fachrichtungen  und  Arbeiten  zuzuführen,  für

die  sie  enlsprechend  der  Eignung  und  den  Ferligkeiten  jedes

Einzelnen  —  nötigenfalls  nach  Feststellung  durch  kurze  Probebeit
  —  den  besten  Nutzen  versprechen.

Zu  unterscheiden  sind  folgende  Gruppen:
1.  Anzulernende  Hilfskräfte,  für  Massenfertig

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stinunte  fachliche  Einzelarbelten,  unter  gan  3  be.

sonderer  Verüälstchtigung  der  Heranhiehung
  von  weiblichen  Hilfskrästen.

&amp;.  Einrichker  für  bestimmte  Arbeltsgänge  und  einfache  Arbeitsmaschinen.



Eigentliche  Facharbeiter  (Lehrlinge).

An  Maßnahmen  lommen  in  Betracht  für:

1.  Anzulernende  Hilfslräfte.

a)  Möglichst  rasches  Einlernen  auf  bestimmte  Teilacheilen
in  allen  Betrieben  und  in  allen  geeignelen  Fach-.

  grubpen  (z.  B.  Schlofser,  Dreher,  Maschinenarbeiter,

:RKlempner,  Schmiede,  Former  ust#.)  unmitlelbar  am

vorgesehenen  Arbeltsplah.

d)  We  die  Bedingungen  hierfür  günstig  sind  Durchführung
  besonderer  Ansbildungsgänge,  3.  B.  in  Antehnung
  an  bestehende  Einrichiungen  größerer  Werle

mnd  unter  Ausnutzung  der  Erfahrungen  dieser.

e)  Nachbrücklichste  Ausdehnung  der  Verwendung
  weiblicher  Hbilfskräfte  vurch
zweckmäß

14

2L.  Ein  richter  für  bestimmte  Arbeitsgänge
und  einfache  Arbeitsmaschinen.
n  Heranzi  ung  hierfür  geeigneter,  besonders  getvandfer
Angelernter.  ·
Betriebe  bis  zur  Ervomüglich
  in  beson-««»

  1  3  Ausd  -,  -.»  K
weibliche  Hilfskräfte  ehnung  auf

8.  Lehrlinge
a)  Weitgehendste  Förderung  ber  Lehrlingsausbildung  in
emer  mögsichst  großen  Zahl  von  Betrieben  (große,

--—  t««s?ck«MHts
lere  und  kleine)  im  Betriebe  selbst  oder  in  besonderen
Lehrlingswerkstä

Nummier  L

—.  s————/(dOis8!———  —et—  ————

b)  Beschleunigte  Heranbildung  zur  Unterstübtzung  der
Facharbeiter  und  zu  getissen  selbständigen  Einzelarbeiten.


c)  Abgekürzte  Ergänzungs##usbildung  für  solche  bereiks
angelernte  jugendliche  Arbeiter  —  auch  aus  verwandten

  Berufen  —  die  ihre  Lehre  während  des

Krieges  infolge  Schließung  oder  Einschränkung  der

Lebrbetriebe  abbrechen  mußten.

d)  Heranziehung  besonders  befähigter  bisheriger  Hilfskräfte,
  auch  weiblicher,  zur  weiteren  Ausbildung  für
Facharbeit.

e)  Spũtere  Ergänzungsausbildung  zur  Sicherung  eines
huten  Facharbeiternachwuchses  nach  dem  Kriege.
Allgemein  zu  II,  1—3  in  Erwäy  ung  zu  ziehen  wäre  die

Gewährung  von  Prämien  an  Ausbildende  und  Auszubildende

für  besonders  guten  Ersolg.  Auch  wird  es  zweckmäßig  sein,

schon  zur  eigenen  Prüfung  des  Erreichten,  Uebersichten  über
die  Gliederung  der  Belegschaft,  getrennt  nach  Facharbeitern.
angelernten  Hilfskräften,  jugendlichen  Arbeitern,  Lehrlingen,

Frauen  und  gegebenensalls  Kriegsgefangenen  usw.  zum  Vergleich

  für  die  einzelnen  Fabrikationszweige  anzulegen  und

forlgesett  auf  dem  Laufenden  zu  haiten.

Es  empfiehlt  sich  ferner  dringend,  in  jedem  Werk  einen
erfahrenen  Betriebsfachmann  dauernd  mit  den  Aufgaben  zu
betrauen,  die  mit  der  Frage  des  Ersahes  von  Facharbeitern
änsammenhängen,  also  mit  der  dauernden  planmäßigen  Nachprüfung
  der  Entbehrlichkeit  jedes  Wehrpflichtigen,  der  Anlernung
  von  Personen,  die  geeignet  sind,  Wehrpflichtige  zu  ersehen
  und  der  Umänderung  des  Betriebes  zur  Ersparung  an

Wehrpflichligen.

III.

Der  durch  das  Kriegsamtl  eingeleitele,  von  den  Kriegsamtstellen
  zu  vermittelude  Erfahrungsaustausch  hinsichtlich  der
Ausbildungsmaßnahmen  ist  in  jeder  Weise  zu  fördern.  Insbesondere
  ist  Belrieben,  die  in  dieser  Beziehung  zurückstehen,
durch  die  Besichtigung  gut  geleiteter  und  hinsichtlich  ihrer  Ans-Bildungsmaßnahmen
  vorgeschriltener  Betriebe  Gelegenhelt  zur.
unmittelbaren  Belehrung  und  zur  Verwertung  bereits  gemachter
  Erfahrungen  zu  verschaffen.  Fortschritte  werden  aber
aluch  durch  gegenjeitige  Besichtigung  gut  geleiteter  Betriebe

int  reinander  zu  erzielen  sein.  "

inschläag

dlesem  «
Handeln  sein.

Im  Zusammenwirken  vom  Technischen  Stabe  und
Kriegs-Ersatz-  und  Arbeit-Departement  ist  alsdann  mit  der
Aufstellung  der  im  oben  erwähnten  Erlaß  vom  29.  Januar
1917  vorbereiteten  Merkblätter  begonnen  worden.  Unter  dem
Titel  „Erfahrungsaustausch  über  Ausbildung
  und  Verwendung  angelernter  Arbeitskräfte“
  hat  der  Verein  deutscher  Ingenienre  auf
Anregung  und  mit  Unterstützung  des  Kriegsam
eine  Reihe  wertvoller  Berichte  tüchtiger  Fachmänner  z
sammengestellt,  die  in  zwangloser  Heftfolge  weiteren  Kreisen
zugängig  gemacht  werden  sollen.

Das  erste  Heft  enthält  einen  einleitenden  Bericht,  der
auf  die  Verhältnisse  bei  Maschinen=  und  Handarbeit,  bei
Einzel-,  Reihen-  und  Massenherstellung  eingeht,  Einzelheiten
über  Frauenarbeit  bringt  und  an  Hand  von  Abbildungen
einige  Förder-  und  Hebeeinrichtungen  schildert,  durch  welche
Frauen  in  den  Stand  gesetzt  werden,  auch  bei  V

»:  rbeitung
schwerer  Werkstücke  tätig  zu  sein.  Das  zweite  Seft  bringt