Nummer  18
1  .l  i
«·..  -  -«—s-!I7"c-I·I··«  --ff  -  -,-«1

—-.------sS--.--kkcaadwiksz



I-.I...ZMCIM  WjisqskjsjsixkssjiIIijjansasssIsssssssjsjsssssIII-IIIIII  EIIIIIIII

Ifkstrclrufclmktiom

Krlegeminliterlum,  Nrlegsamt.
TD.  Nr.  stab  mr.  27  610.  S.  I7.  H.
6  vom  19.  3.  1917.
Ruszxug.

Aus  einem  den  Kriegswirtschaftsämtern  über  die  bevorstehende
  „Frühdruschaktion“  zum  Zwecke  erkolgreicher
und  einheitlicher  Leitung  und  Durchführung  deb  Unternehmens
  übermittelten  Gesamtüberblick  wird  das  Folhende
hervorgeboben:

1.  Trüger  der  Organisation.

In  der  Reichsgetreidestelle  ist  eine  besondere  Abteilung
  „Frühdrusch“  gebildet  worden.  Sie  ist  schristlich  unter
der  Adresse:

Reichsgetreidestelle,  Abt.  Frühdrusch,  Berlin,  Kurkürstendamm

  237  und  telephonisch  unter  den  Nummern

13  180/18  189  Berlin,  Amt  Steinplatz.  1
zu  erreichen.  Die  Abteilung  steht  unter  der  Leitung  des
Oberamtmanmes  Cörg  und  des  Rittmeisters  Rimpau  (dieser
für  die  laufenden  Geschäfte).

Im  Kriegsamt  Stab  werden  die  „Frühdruschangelegenheiten“
  durch  den  Rittmeister  Wentzel  nach  Anweisung  des
Majors  von  Ludwiger  einheitlich  und  zusammenfassend  bearbeitet.
  Rittmeister  Wentzel,  an  den  sämtliche  telephonische
Anfragen  und  Auskünfte  unter  den  Nummern  Berlin,  Zentrum
  6954—59,  zu  richten  sind,  ist  gleichzeitig  die  Vermittlungsstelle
  für  die  sonst  zu  beteiligenden  Dienststellen,  so
daß  er  dauernd  über  sämtliche  Maßnahmen  und  Anordnungen
  unterrichtet  ist.  Für  schriftliche  Eingaben  und  Anfragen
  bleibt  die  Adresse:  „Kriegsamt  Stab  Ml.
Berlin,  Leipziger  Plat  13“,  mit  Zusatz  auf  den
Briefumschlägen  „Frühdruschangelegenheiten.

Die  Interessen  des  Kriegsernährungsamtes  und  des
Preußischen  Staatskommissars  für  Volksernährung  an  der
Frühdruschaktion  werden  durch  Exzellenz  Michaelis  bezw.
Geheimrat  Rothe  wahrgenommen,  die  an  den  Besprechungen
zwischen  Kriegsamt  und  Reichsgetreidestelle  beteiligt  sind.

II.  Vorbercitende  Maßnahmen.

zirke  zunächst  festgestellt  worden.  Die  Eingaben  waren
zum  5.  Mai  eingefordert  und  unterliegen,  da  sie  zum
Teil  erst  bis  zum  15.  Mai  eingingen,  zur  Zeit  der  Bearbeitung
  in  der  Reichsgetreidestelle,  die  auf  Grund
dieser  Unterlagen  die  für  den  Frühdrusch  in  Betracht
kommenden  Bezirke  bestimmen  wird.  1
b)  Durch  einen  gemeinsam  vom  Kriegsamt,  Reichsgetreidestelle
  und  landwirkschaftliche  Maschinenversorgumgsstelle,
aufgestellten  und  durch  Schreiben  Kriegsamt  Stab
MlL.  27  012.  5.  17.  K.  vom  1.  Mai  1917  den  Kriegswirtschaftsämtern
  übermittelten  Fragebogen  sind  die  in  den

Krlegsemt.  KMmtiiche  Mi#tellungen  und  Machrichtkten

*5..—

einzelnen  Bezirken  vorhandenen  Dreschmaschinen  jestgestellt
  worden.  blus  Grund  der  Ergebnisse  wird  demnächst
  bestimmt,  welche  Maschinen  für  die  Frühdruschbezirke
  benötigt  und  diesen  zugeführt  werden  müssen,
Eleichzeitig  wird  für  Reparatur  schadhafter  Maschinen
borgesorgt.

o)  Von  der  Reichsgetreidestelle  find  eine  größere  Anzahl  von
Herren  in  die  voraussichtlichen  Frühdruschbezirke  entsandt
  worden,  um  auf  die  Notzvendigkeit  und  Bedentung
der  Aktion  hinzuweisen.  ·

III.  Zu  ergreisende  Mahnahmen.

a)  Die  Veröffentlichung  einer  Frühdruschprämies  if
in  allernächster  Zeit  zu  erwarten.

b)  Wichtig  ist  die  Riemenfrage  flir  die  den  Frühdenschbezirken
  zuführenden  Dreschmaschinen.  Krisgsamt

Stab  MI.  hat  sich  dieserhalb  mit  der  Kriegsrobftofsabteilung

  in  Verbindung  gesetzt.

o)  Die  nötigen  Kohlen  für  die  Maschinen  find  durch  den
Reichskohlenkommissar  sichergestellt.  Ihre  Ueberführung
in  ie  Frühdruschbezirke  erfolgt  durch  die  Reichsgetreidsstelle.


d)  Durch  den  Frühdrusch  ist  eine  besonders  starke  Inanspruchnahme
  und  damit  Abnutzung  der  Dreschsätze  zu  erwarten.
  Dadurch  wird  oft  die  Neparatur  beschädigter
Maschinen  während  des  ESrdrusches  notwendig
werden.  Um  diese  schnell  und  ohne  Beeinträchtigung  den
Aktion  ausführen  zu  können,  sind  die  Kriegswirtschaftsämter
  veranlaßt  worden,  in  den  eingelnen  Gebieten  für
Bereitstellung  „fliegender  Monteure“  zu  forgen.

e)  Auch  Bindsaden  für  die  Binder  wird  den  Frihdruschbezirken
  durch  das  Kriegbamt  in  größerer  Menge
augeführt  werden  können.

1)  Von  ausschlaggebender  Bedeutung  ist  die  Frage  der
Hilfe  durch

1.  Mann,
2.  Pferd.

Da  die  auf  dem  Lande  verfügbaren  Kräste  in  der

Zeit  vom  15.  Juli  ab,  in  der  mit  Einsatz  der  Frühdruschaktion

  gerechnet  wird,  anderweit  in  der  Landwirtschaft

beansprucht  sind,  ist  weitgehendste  Hilfe  von  außen
nötig.  Sie  kann  nur  militärischerseits  aus  dem  Bejatzungsheere
  durch  die  stellv.  Gen.-Kds.  geleistet  werden.

Das  Kriegsamt  Stab  Ml.,  wird  rechtzeitig,  sobald  Mannschaftsbedarf

  aus  Frühdruschbezirken  feststeht,  an  die

stellv.  Generalkommandos  herantreten.  Es  wird  die

Bildung  besonderer  Dreschkolonnen  notwendig  werden.

Auch  ist  damit  zu  rechnen,  daß  bei  den  zu  erwartenden

großen  Anforderungen  an  Mannschaften  die  Geveralkommandos

  sich  untereinander  werden  aushelfen  müssen.

Schließlich  sind  im  weitesten  Sinne  für  die  Frühdruschaktionen

  „Jungmannen“  (Schüler  höherer  Lehranstalten,

Kadetten,  Unteroffiziervorschüler)  heranzuziehen.  Hinsichklich

  der  Hilfe  burch  Jungmannen  sind  den  Kriegswirtschaftsämtern,

  die  sich  der  Organisation  und  Sicherstellung
  der  Kräfte  nach  dieser  Richtung  hin  besonders
anzunehmen  haben,  gemeinsam  mit  den  hiesigen  Ministerien
  vereinbarte  Richtlinien  zugegangen.

v.  General-Inniges

  Zusammenwirken  mit  den  stellr
kommandos,  Oberkommando  in  den  Marken,  Gouvernements,
  Kriegsamtstellen  und  Nebenstellen  und  emsige
Mitarbeit  der  eingehend  zu  unterrichtenden  Kriegswirtschaftsstellen
  wird  auch  für  die  Durchführung  der  Frilb--druschaktion
  von  wesentlicher  Pedentung  sein,