sogar  bei  gekrennten  Firmen  durchgeführt  werden  kann.
Allerdings  bedingen  die  Kosten  für  die  Vorbereitung  einer
derartigen  Fertigung  eine  dieser  vorhergehende  außerordentlich
  sorgsällige  Erprobung  des  Gerätes,  sodaß  dessen
Ersolg  unbebingt  sichergestellt  ist.  Weitere  Voraussetzung
ist  die  Möglichkeit,  die  Herstellung  auch  wirklich  in  burch
aus  stetiger  Weife  durchführen  zu  können.
Wären  derartige  Vorbereitungsarbeiten  in  ent-([prechendem
  Amfang  schon  vor  dem  Krieg  oder  gleich  zu
Beginn  desselben  in  Angriff  genommen  worden,  so  hälte
bies  unsere  Lage  ganz  bedeutend  erleichtert.  Damit  kann
natürlich  nach  keiner  Richin  ng  ein  Vorwurf  ausgesprochen
werden,  benn  an  die  Anforderungen,  die  dieser  Krieg  tatsächlich
  stellt,  hat  kein  Mensch  gedacht.  Das  darf  aber
nicht  abhalten,  die  Folgerungen,  sobald  sie  voll  erkannt
sind,  auch  richtig  zu  ziehen,  und  deshalb  muß  heuke  erst
recht,  da  wir  uscht  wissen,  was  alles  noch  an  uns  herantreten

  kann,  seitens  des  Fabo  als  der  mit  dieser  Aufgabe

bekrauten  Stelle  mit  aller  Kraft  alles  getan  werden,  um
leder  etwa  noch  kommenden  Anforderung  gegenüber  gewappnet
  zu  sein.  Es  handelt  sich  für  uns  nicht  nur  darum,
Konstruktionen  zu  besitzen,  die  hinsichtlich  ihrer  Leistungssähigkeit

  auf  der  vollen,  dem  jewesligen  Stand  der  Technik

entsprechenden  Höhe  stehen,  es  muß  auch  dafür  gesorgt
werden,  daß  für  die  Heeresversorgung  in  jedem  Augenblick
alle  Unterlagen  für  die  Vergebung,  Fertiqung  und  Abnahme
  sämtlichen  Gerätes  lückenlos  zur  Verfügung  stehen.
Auherdem  sind  oie  Arbeiten  für  die  Schaffung  dieser
Unterlagen  so  durchzuführen,  daß  aus  den  jetzt  gewonnenen
  Erfahrungen  heraus  für  die  Zukunft  mit  Sicherheit
darauf  aufgebaut  werden  kann.

Für  die  Vergebung  ist  das  Vorhandensein  von  Unterlagen
  nolwendig,  welche  gestatten,  einerseits  zu  jeder  Zeit
mit  annähernder  Sicherheit  einen  vollen  Leberblick  über
die  Erzeugungsmöglichkeiten  in  der  Industrie  zu  haben  und
die  andererseits  erkennen  lassen,  was  zur  Erzeugung  bestimmter
  Einheitsmengen  der  einzelnen  Gegenstände  an
Maschinen,  Raum,  Material,  Zeit  und  ganz  besonders  an
gelernten  und  ungelernten  Arbeitskräften  notwendig  ist.
Auf  Grund  dieser  Anterlagen  müssen  die  Beschaffungsstellen
  in  der  Lage  sein,  die  Vergebung  so  burchführen  zu
können,  daß  die  Anforderungen  der  Beistungsfähigkeit  der
Industrie  mit  Sicherheit  entsprechen  und  daß  diese  andererseits
  so  herangezogen  wird,  daß  ihre  Leistungsfähigkeit  auch
im  vollen  Amfang  zur  Ausmützung  kommt.

(Der  Schluß  des  Aufsabzes  folgt  in  der  nächsten  Nummer.)

FHrauenarbest  in  Italien.

Nach  einem  in  der  Zeitung  „Salut  Public“  wiedergegebenen
  Bericht  der  „Croniques  Italiennes“  waren
Ende  1916  in  den  italientschen  Munftsonsfabriken  unter
520  000  Arbestern  90  000  Frauen  beschäftigt  gegenüber
nur  1700  am  1.  August  1915,  6000  am  1.  März  1916,
60  000  am  30.  Oltober  1916.  Der  Ankeil  der  Arbeikerinnen
wuchs  von  4  Proz.  im  November  1915  auf  10  Prog.
im  August,  auf  15  Proz.  im  Oktober  und  auf  18  Proz.
im  Dezember  1916.  In  einzelnen  Zünder-  und  Granatenfabriken

  stellte  sich  der  Anteil  sogar  auf  90  Proz.  und
barüber.  Die  Qualstät  der  Leistungen  wird  in  dem  genannten

  Bericht  auherordenklich  günstig  beurkeilt.  Nach

Arbeiten  den  Männern=  überlegen.  Auch  der  Fabrikdilziplin
  häkken  sie  sich  sehr  gut  angepaßt.  Eine  weitere
Dermehrung  der  Munttionsarbeikerinnen  ist  inobesondere
burch  eine  Anzahl  von  Fachschulen  für  Dreherinnen  geschert,
  wie  sie  in  Neapel,  Genna,  Matland  und  jüngst
huch  in  Rom,  Florenz  und  Bologna  eingerichtet  worden
sind.  Die  ilalienischen  Frauen  hätten  die  Forderung  der
Seit  perstanden,  sie  seien  dem  Aufrufe  des  Generals
Dallolio  gefolgt,  der  ihnen  zurief:  „Eilt  in  die  Fabriken,

Angabe  von  Fabrikdirektoren  seien  die  Frauen  für  gewisse

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zur  Beschleunigung  des  siegreichen  Friedens  und  zur  Rückkehr
  eurer  Lieben  in  die  Heimat.“

*Hanoels-Spionage.

In  welcher  plumpen  Weise  die  englische  Spionage
die  deutschen  Gefangenen  für  ihre  Zwecke  auszunutzen  versucht,
  zeigt  folgendes  an  eine  deutsche  Firma  aus  einem
englischen  Gefangenenlager  eerichtete  Schreiben:

„Trete  heute  mit  der  Bitte  und  dem  Ersuch  Sie,
werte  Firma,  heran,  ob  es  Ihnen  nicht  möglich  wäre,
mir  Abressen  von  graphischen  Kunstanstallen  und  Druckereien
  zu  geben.  Möchte  jedoch  ersuchen,  diefenigen  Firmen,
welche  das  Tiefdruckverfahren  eingeführt  haben,  speziell
anzumerken,  zu  unterstreichen,  oder  mit  einem  „T  zu  versehen.
  Als  Länder  gebe  ich  Ihnen  folgende  an:  Deutschland,
  Oesterreich--Ungarn,  Schwelz,  Schweben,  Norwegen,
Spanien,  Nord.  Süd-Amerika  und  die  Balkanstaaten.

Im  voraus  verbindlichsten  Dank  und  Ihrer  baldigen
Antwork  mit  Interesse  entgegensehenb  zeichnet

Der  Schreiber  des  Briefes  hat  jebe  Bemäntekung
geroiß  mit  Absicht  unterlassen,  wohl  in  der  Voraussicht,
daß  der  Zweck  des  Gesuches  alsbann  um  so  leichter
erkennbar  wäre.  #

Er  euch  der  Helben  im  Felbe  würßig  zeigt  und  so  beitragt

...  J