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frelgegeben.  Das  Inhaltsverzelchnis  befindet  sich  auf  Seite  8.

*  Ihre  M

—  —

Najestät  die  Kaiserin  hat  an  den  Chef  des  Kriegsamtes,  Szzellenz  Sroener,

folgendes  Schreiben  gerichtet:

Mil  größter  Bewunderung  und  Antellnahme  habe  Ich  in  den  kriegswirtschaftlichen  Betriehen
  ungezähl#e  Tausende  von  Frauen  und  Mädcken  in  s’  er,  aufopferungsvoller  Arbrit  gesehen;

um  so  scheerr#,  als  viele  den  Tag  über  und  sogar  des  Nachts  ihre  Familien  im  Stiche  lassen  und  ihre
Kinder  fremder  Obhut  anvertrauen  miissen.

Es  liegt  Mir  ganz  besonders  am  Herzen,  baß  kein  Mittel  unversucht  bleibt,  um  unsere  welb-6m
  Hrührn  in  ber  schweten“  Arbelt  und  Serge  zu  r!—’“iel  denn  nur  t  so  lann  bie  körperliche  und

2%  babe  nis  ———#  Kenmiss  genommen  von  9*  bibberigen  Arbeiten  und  Erfolgen
des  Meinem  Protektorate  anverkrautken  „Nalionalen  Ausschusses  für  Frauenarbest  im  Kriege“,  der
seinerzeik  zur  Mitarbeik  an  den  Ausgaben  des  Kriegsamtes  berufen  wurde,  um  durch  ihn  die  viel.
seiligen  und  langsährigen  Erfahrungen  ber  Fraueyorganisalionen,  besonders  auf  allen  Gebjeten  der
soztalen  Fürsorge,  im  Dienste  des  Vaterlandes  nutzbar  zu  machen.

Ich  gebe  Mich  auf  das  bestimmteste  der  Erwartung  bin,  daß  bie  sämilichen  angeschlossenen
Organisationen  auch  in  Jukunft  unler  Frückstellung  von  Sonderinteressen  alles  daransetzen  werben,  um
die  Maßnahmen  der  Kriegsamtstellen  zum  Schuße  von  Leben,  Gesun  bbeit  und  Sittlichkekt
  der  Frauen  und  Kinber  mit  allen  Krästen.  zu  förbern.

Die  Organisationen  allein  werden  seboch  n##t  imstande  sein,  die  hierfür  notwenoigen  Arbeifen
in  genügendem  Umfange  zu  unterstützen,  besonders  nicht  der  Schwierigkeiten  Herr  zu  werden,  bie  bei
der  Beschaffung  von  Lebenomitteln,  Bezugscheinen  aller  Art,  Abhebung  von  Kriegsunterstöhungen  und
ähnlichem  die  Frauen  neben  ihrer  kriegewirtschaftlichen  Arbeit  schwer  belasten.

Tausende,  die  setzt  fern  von  ihrer  Heimat  arbeiten  müssen,  sinden  nur  nokdürftigste  Anterkunft,
in  der  sie  nicht  sellen  gesundheitlichen  und  sittlichen  Gefahren  ausgesetzt  sind;  andere  haben  täglich
auf  dem  stunbenlangen  Wege  zur  Arbelt  unter  den  großen  Unzuträglichkeiten  unzulänglicher
förberung  zu  leibden.  1

Als  Prokektorin  des  „Nationalen  Ausschusses  für  Frauenarbeit  im  Kriege“  lege  Ich  hohen
Werk  darauf,  daß  die  Bestrebungen  Euerer  Exzellenz,  alle  überflüssigen  Lasten  für  die  arbeitenden
Frauen  auch  auf  diesen  Gebieken  zu  vermeiden,  in  jeder  Weise  unterstützt  werben.

Euere  Exzellenz  werden  Mittel  und  Wege  finden,  um  in  Gemeinschaft  mil  den  beteiligten
Lieferungsverbänden  den  Ausgabeort  und  die  Ausgabezeiken  für  Lebensmittel,  Lebensmitkellarten  und
Bezugescheine,  für  Kriegsunkerstützung  usw.,  unker  Anpassung  an  die  Arbeitszelten  der  Frauen  —
besonders  auch  mit  Rücksicht  auf  die  Nachlschicht  —  so  regeln  zu  lassen,  baß  Jeit  und  Kraft  der
Frauen  geschont  wirb.