Nummer  24  Krlegsamt.

Kmillche  mittellungen  und  Nachrichten

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gabescheinen  vermerkten  Firmen  mit  derartigen  Bozugsanweisungen
  zu  beichicken.

Da  bei  der  Zuteilung  des  Landwirtschafts-Bengols  auf
die  Erzeugung  der  Benzolgewinnungoanitalten  Rücksicht
genommen  werden  muß,  und  der  den  einzelnen  Rriegswirtschaftsstellen
  überwiesene  Freigabeichein  don  Monatsbedarf
  darstellt,  so  kann  die  auf  eine  jede  K.  M.  St.  ontsallende
  Benzolmenge  nicht  in  einer  einzigen  Rate,  sondern
unr  im  Verlauf  des  betreffenden  Monats  seitens  der  in
Frage  kommenden  Hauptverkaufsstelle  goliefert  werden.

Muster:
Kriegswirtschaftsst  elle

In.  -ar.  „  1917

—————————-  —————2  den

Bezugsanweisung.
Auf  Grund  des  der  hiesigen  Kriegswirtschaftsstelle  von  der
Inspektion  des  Kraftfahrwesens  in  Beriin  überwiesenen  Freigabescheines
  Vr.  zum  Bezuge  vddn  ....  Kilograum

aus  den  Beständen  der  Fkihh  werden
hiermit  ffrrr.  Kilogramm  tin

Worten)...  Betriebsstoffe  aus  den  Besländen
der  auf  dem  Freigabeschein  vermerlten  Firma-  bewilligt.
's  »  Der  Vorsitzende  der
Kriegswirtschaftsstelle

———.—————————————

*  Henderungen  und  Eergänzungen  zum
Verzeichnis  der  Kriegswirtschaftsämter.
Kriegswirtschaftsamt  Strastburg.
Vorsitzender  jetzt:  Rittmeister  Oehlert.
Kriegwirtschaftseomt  für  die  Provinz
Schleswig-Holstein.

Das  Kriegswirtschaftsamt  ist  von  Altona  nach  Kiel  verlegt
worden.
Geschäftsräume  Holstenstr.  31  (Eingang  vom  Wall).
Fernsprecher:  4260.

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Verkehrswesen

MITTNNNDCoHHDL

FBeugt  der  Verkehrsnot  vor!

Krlegsministerlum.
Krlegsamt.
Tab.  Nr.  Stchb  M  3d.  27035.  7.  17.  K.  vom  19.  7.  1917.

Die  ernsten  Transportschwierigkeiten  des  vergangenen
  Winters  sind  noch  in  frischer  Erinnerung.  Zwar
sehte  auch  in  diesem  Jahre  im  Laufe  des  April  eine  wesentliche
  Erleichterung  der  Verkehrslage  ein,  und  günstige
Wagengestellungszahlen  konnten  verzeichnet  werden,  doch
kann  es  keinem  Zweifel  unterliegen,  daß  im  glelchen  Zeitw——————————l



vuntte,  in  dem  die  Erntelransporle  wieber  zur  Bahn

drängen,  neuer  Anlaß  zu  Störungen  und  Stockungen  des
Verkehrs  gegeben  ist.

Die  Verkehrsbezkehungen,  wie  sie  sich  im  Lause  deo
Krieges  herausgebildel  haben,  sind  naturgemäß  in  vielsacher
  Richlung  mangelhaft  burchgebildek  und  entbehren
des  Systemo.  Der  Grundsatz  der  wirtschaftlichen  Ausgestaltung
  des  Transportwesens  muhßte  oft  zurücktreien,
wenn  es  galk,  die  Fabrikatson  in  kurzer  Zeit  aufzunehmen
oder  sie  schnell  auf  ein  Höchstmaß  zu  bringen.  Mitunter
sind  auch  andere  Gründe,  benen  man  teilwelse  Überhaupt
keine  kriegswirtschaftliche  Berechtigung  zuzuerkennen  vermag,
  zum  Schaden  der  gesamten  Kriegswirtschaft  in  den
Vordergrund  gerücké  worben.

Die  Folgeerschelnungen  dieser  Anvollkommenheiten
sind  sattsam  bekannk.  Es  gill,  das  Uebel  zu  beseiligen,
ehe  es  wieder  unabsehbaren  Schaden  anrichten  kann.

Das  ist  auf  zwei  Wegen  möglich:  dem  der  sreiwilligen
  und  verständnisvollen  Zusammenarbeit  aller  beteiligten
  Kreise  und  dem  des  behörblichen  Zwangs.  Daß  ber

Weog  der  Freiwilligkeit  allein  nur  im  Interesse  der  Etetigkeit

  der  Produktion  gelegen  sein  kann,  ist  ebenso  llar,  wie

feststeht,  daß  der  behörbliche  Zwang  einseßen  muß,  wenn

die  Freiwilligkeit  versagk.  Ohne  Härten  kann  es  dabei  nicht
abgeben.

An  Handel  und  Industrie  ist  es,  soweit  dies  noch
nicht  geschehen  ist,  mit  aller  Beschleunkgung  aus  sich
heraus  zu  prüfen,  wo  elwa  noch  Ersparungen  an  Frachtraum
  und  Transportwegen  erzielt  werben  imr.  vder
wo  sonst  noch  etwas  zur  Beschleunigung  bes  W
umlaufs  getan  werden  kann.

Deon  einzelnen  Betrieben  wird  freilich  manchmal  die
Möglichkeit  fehlen,  von  sich  aus  die  Schäden  abzustellen.
Kriegsgesellschaften  und  Syndikake  oder  auch  staatliche
Stellen  haben  die  Zuführung  der  Rohstosse  und  Halbfabrikate
  in  der  Hand  und  versügen  über  die  Erzeugnisse.

So  wird  es  die  verantwortungsvolle  Aufgabe  dieser
Kreise,  in  ihrem  Wirkungsbereich  und  im  Benehmen  miteinander
  den  kriegswirtschaftlichen  Verkehrsforderungen
Geltung  zu  verschaffen,  wobei  sie  sich  immer  vor  Augen  zu
hakten  haben  werden,  baß  gewisse  Schwierigkeiten,  die
naturgemäß  jede  Umstellung  zunächst  für  die  Fabrikation
mit  sich  bringt,  überwunden  werden  müssen  im  Hinblick
auf  die  verhängnisvollen  Rückwirkungen  jeder  ernsteren
Versteifung  des  Verkehrs  auf  unsere  Kriegswirtschast.

Im  Brennpunkt  der  Versorgungsschwierigkelten  steht
die  Kohlenfrage.

Die  vom  Kriegsamt  in  die  Wege  geleitete  und  allseits
für  dringend  notwendig  gehaltene  Stelgerung  der  Förderung
  nützt  nichts,  wenn  es  im  Herbst  und  Winter  an  Beförderungomitteln
  sehlt.  Jeder  unwirtschaftliche  Wagenlauf
  schädigt  zugleich  aufs  empfindlichste  die  Kohlenzufuhr,
deren  höchstmöglichste  Stelgerung  in  den  kommenden
Monaten  noch  wichtiger  ist  als  im  Vorjahre,  die  sogar  bei