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lummer  24

der  mangelhaften  Vorratseindeckung  geradezu  ausschlaggebend
  sein  wird.

Eo  richte  ich  den  ernsten  Mahnruf  zur  eingehenden
Prüfung  und  weitgehendsten  Vereinfachung  der  Verkehrsbeziehungen
  an  alle  Kreise  von  Handel  und  Inbustrie,  an
alle  slaatlichen  Beschaffungs=  und  Verteilungsstellen,  an
die  Kriegsgefellschaften  und  Syndikate.

Die  Kriegsamtstellen  und  Kriegsamtnebenstellen  sinb
zu  jeder  Hilfe  und  Anterstützung  bereit.  Wo  aber  einzelne
Betriebe  oder  Gruppen  auf  gewisse  Schwierigkeiten  stoßen
und  nicht  vorwärks  kommen,  können  sie  ihre  Wünsche  und
Auregungen  mit  allen  Einzelheiten,  bie  zu  einer  sofortigen
Weilerverfolgun  notwendig  sind,  bei  meinem  Stabe  zur
Eprache  bringen,  der  sich  dann  mit  den  zuständigen  Stellen
ins  Benehmen  seßen  wird.

Groener.

Vertellung  von  Maffengütern  auf

die  städtischen  Verbraucher  im  w
1917/18.

Rriegsminilterium,  Kriegsamt.
Stab  M.  Jd.  26631.  7.  17.  K.

Die  Abteilung  für  kriegswirtschaftliche
Transporte  beim  Chef  des  Feldeisenbahnwesens
  bringt  nachstehende  bemerkenswerte  Anregung
hur  Sprache,  die  namentlich  auch  für  die  Stadtverwaltungen
von  Interesse  sein  dürfte.

Die  Versorgung  der  Städte  mit  den  notwendigsten
Massengütern  wie  Kartoffeln,  Kohlen  usw.  wird  sich  bei
dem  empfindlichen  Mangel  an  leistungsfähigem  Pferdefuhrwerk
  und  dem  verhältnismäßig  geringen  Bestand  an
Lastkraftwagen  im  nächsten  Herbst  und  Winter  recht
gonniert  gestalten.  Es  gilt,  durch  geeignete  Maßnahmen  so
#  hr  und  Verteilung  dieser  Güter  zu  vermeiden,  und  den
damit  verbundenen  unausbleiblichen  Störungen  des  Wirtschaftslebens
  dzu  begegnen.  Besondere  Beachtung  wird
einem  hier  eingereichten  Vorschlage  beizumessen  sein,  der  in
voller  Würdigung  der  bestehenden  Schwierigkeiten  davon
ausgebt,  daß  die  noch  vorhandenen  Pferdefuhrwerke  und
Lastkraftwagen  in  keinem  Falle  ausreichen  werden,  um  in
den  Städten  die  unmittelbare  Zufuhr  der  Massengüter
  zu  den  Verbrauchern  sicherzustellen,  und  der  deshalb
ein  gemischtes  Transportsystem  nach  etwa  folgenden
  Grundfätzen  anregt:

Vom  Bahnhof  (Hafen)  werden  die  Massengüter
Rach  einigen  günstig  gelegenen  Hauptverteilungs-"4
  ellen  —  Schulplätze,  Speicher,  große  heizbare  Hallen
für  Kartoffeln)  —  durch  Lastkraftwagen  gefahren,  für
deren  schnellste  Be=  und  Entladung  gesorgt  werden  muß.
(Pendelbetrieb).  Wo  nicht  genügend  Lastkraftwagen  vorhanden
  sind,  oder  diese  ganz  fehlen,  wird  auf  sonstige  geeignete
  Fahrzeuge  zurückzugreifen  sein.  Insbesondere  wird
auch  die  Straßenbahn  mit  Erfolg  zu  diesen  Transporten
Herangezogen  werden  können.  —  Von  den  Hauptverteilungsstellen
  aus  erfolgt  die  Weiterverteilung
  und  Zufuhr  an  die  Wiederverkäufer  und
Einzelnen  Haushaltungen  durch  Handwaals

  möglich  vorzusorgen,  um  Stockungen  in  der  Zu-Kriegsami.

  Rmusche  Mittellungen  und  Machrichten

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gen,  Schubkarren  und  sonstige  Kleinfahrzeuge.
  Wo  die  vorhandenen  Mittel  nicht  schon  ausreichen,
  dürfte  die  Beschaffung  von  Einheitshandwagen  zu
100  Kilogramm  Tragfähigkeit  empfehlenswert  sein.  —  Bei
der  Unterverteilung  werden  ältere  kräftige  Schüler  wertvolle
  Dienste  leisten  können.  (Schülerhilfsdienst.)

Die  Durchführung  des  Vorschlages  bietet  keinerlei  besondere
  Schwierigkeiten",  muß  aber  in  einen  festen  Plan
gebracht  werden.  Außer  der  Bereitstellung  geeigneter  Fahrzeuge
  zur  Zufuhr  nach  den  Hauptverteilungsstellen  ist  die
Hauptsache  die  Mobilisierung  der  Kleinfahrzeuge  und  die
Bildung  von  Be-  und  Entladekommandos.“  .

Wegen  der  Ve-  und  Entladekommandos  weist  das
Kriegsamt  noch  ausdrücklich  darauf  hin,  daß  dabei  im  allgemeinen
  auf  Gestellung  von  Soldaten  nicht  gerechnet  werden
  kann.  Im  übrigen  sind  die  Kriegsamtstellen  angewiesen,
  den  Stadtverwaltungen  bei  der  Beschaffung  der
Arbeitskräfte  an  die  Hand  zu  gehen,  soweit  die  Städte  nicht
selbst  geeignetes  Personal  haben  oder  sich  solches  auf  dem
freien  Arbeitsmarkt  sichern  wollen.

*  Benutzung  von  Privatanschlüssen
durch  Dritte.

Kriegsministerlum,  Krlegsamt.
Tgb.  Mr.  stab  M  3  d.  26802.  7.  17.  H.  vom  14.  7.  1917.

Zur  Erleichterung  des  Güterverkehrs  hat  die  Handelskammer

  Leipzig  an  ihre  Mitglieder  die  Aufforderung  gerichtet,
  daß  die  Firmen,  die  eigenen  Bahnanschluß  besitzen,
den  an  den  Gleisen  oder  in  unmittelbarer  Nähe  gelegenen.
Nachbarfirmen  im  weitgebendsten  Umfange  die  Mitbenutzung
  der  Gleisanlagen  gestatten.
Zweifellos  ist  diese  Maßnahme  geeignet,  den  Wagenumlanf
  zu  beschlennigen  und  Fuhrwerk  zu  ersparen,  Das
Vorgehen  der  Handelskammer  muß  daher  begrüßt  und  zur
allgemeinen  Nachahmung  empfohlen  werden.  Von  den
Gleisanschlußbesitzern  aber  darf  erwartet  werden,  daß  sie.
schon  im  eigenen  Interesse,  das  sie  an  jeder  Verbesserung
der  Betriebs-  und  Verkehrsverhältnisse  haben  müssen,  allen
Anträgen  gegenüber  größtes  Entgegenkommen  zeigen.

Nach  Mitteilung  des  Ministers  der  öffentlichen  Arbeiten
an  die  Abteilung  für  kriegswirtschaftliche  Transporte  beim
Cbef  des  Feldeisenbahnwesens  findet  die  Mitbenutzung  der
Anschlußanlagen  durch  Dritte  im  Bereich  der  preußischen
Staatseisenbahnverwaltung  schon  jetzt  in  erheblichem  Umfange
  statt.  Sie  wird  jedoch  von  einer  besonderen  Vereinbarung
  mit  der  Eisenbahnverwaltung  abhängig  gemacht-Derartige

  Vereinbarungen  sind  in  jedem  Einzelfalle  bei  der

Verschiedenartigkeit  der  Verhältnisse,  der  Notwendigkeit  der
Prüfung  der  auftauchenden  Betriebs-  und  Verkehrsfragen
und  der  betrieblichen  Regelung  der  Anschlußbedienung  unentbehrlich.
  »  h

Der  Kommissar  des  Chefs  des  Felbeisenbahnwesens  in
der  Kriegsbetriebsleitung  ist  gebeten  worden,  auch  bei  den
nichtpreußischen  Verwaltungen  auf  Zulassung  der  Mitbenutzung
  von  Anschlußanlagen  dufih  Dritte  hinzuwirken-*

  Den  „Mitteilungen  der  Zentralstelle  des  Deutschen  Städtetages“
  Vd.  VI.  Nr.  4  Sp.  142  wird  entnommen,  doß  die  Statt
Eöln  bereits  im  vergangenen  Winter  eine  solche  Organifat'on  geschaffen
  hat,  wie  sie  hier  angeregt  wird.  Szweit  bekannt,  sind  die
gesammelten  Erfahrungen  günstig.