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Nummer  26

——
Candwirtichaft

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*  Referat  für  Jungmannen  beim
Kriegsamt.
Kriegsmiullterium.  Krlegsamt.
Toab.  Kr.  Stab  InC.  27226.  8.  17.  H.  vom  7.  8.  11.
Kuszug.

Beim  Slabe  des  Kriegsamtes,  Gruppe  M  L#  ist  ein  Referat
  für  Jungmannen  eingerichtet,  dessen  vorläufiger  Leiter,
Herr  Oberstadtsekretär  Gebhardt,  im  Anstrage  des  Kriegsamtes
  die  einzelnen  Kriegswirtschaftsämter  bereisen  wird,
um  in  der  Landwirtschaft  über  die  Jungmannenarbeit  aufklärend
  zu  wirken.  Sind  doch  in  fast  allen  Bezirken  mehr
Jungmannen  vorhanden,  als  von  den  Landwirken  angefordert
  werden.  Es  wird  sich  nicht  nur  darum  handeln,  die
Jungmannenarbeit  für  die  Ernte,  insonderheit  der  Hackfrüchte,
  der  Landwirtschaft  zuzuführen,  sondern  auch  dahin
zu  wirken,  daß  die  Landwirte  sich  jetzt  schon  mit  dem  Gedanken
  befreunden,  im  kommenden  Frühjahr  sich  der  Jungmannen
  flir  die  Frühjahrsbestellung  zu  bedienen.  Weiter
wird  es  Ausgabe  des  Reserenten  sein,  die  Stellen  aufzusuchen.
an  denen  sich  Schwierigkeiten  für  die  Jungmannen  ergeben
haben,  sei  es  durch  Schuld  der  Landwirte  oder  aus  anderen
Gründen.  Die  Vorsitzenden  der  Kriegswirtschaftsämter  sind
ersucht  worden,  die  Arbeiten  des  Referenten  in  jeder  Weise
in  weitgehendstem  Maße  zu  unterstützen.

*  Kartender  Kriegswirtschaftsämter.

Näheres  siehe  „Kriegsamtstellen“

Seite  8.  .
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HDerkehrsr  pesen

1.  1—
*  Wie  beugen  wir  der  Verkehrsnot
-  "vok?
Einzelforderungen  zum  Hlahnruf:
Beugt  der  Verkehrsnot  vor!“)
Csb.  Nr.  W  "  5½t  2.  Pielseen  13.  8.  1917
Jedermann  muß  mithelfen,  den  Bahnweg  zu  entlasten!

  1  *  ·.
Jeder  Besteller  und  Versender  von  Waren  muß  sich
nachstehende  Verkehrsnokwendigkeiten  der  Kriegswirtschaft

ständig  vor  Augen  haltene:  4

1.  Der  Bedarf  muß  dorkt  gebeckl  werden,  woher  er  auf

dem  kürzesten  Wege  bezogen  werden  kann.  Man
belaste  die  Bahn  nicht  mit  Sendungen,  die  Fuhrwerk
oder  Kraftwagen  übernehmen  können.

Jeber  nicht  unbedingk  erforderliche  Transport  muß
vermleden  werden.  Ein  Uebel,  bas  immer  wieder
vorkommt  und  entschieben  bekämpft  werden  muß,  ist
die  Hin=  und  Herverfrachlung  von  Gütern

)  Vergl.  „Kriegsamt.  Amtl.  Mitteilungen  und  Nachrichten“

Nr.  24  S.  5.

S#ersess

hierüber  unter

Kriegsaomt.  Hmiliche  mittellungen  und  HMachrichten

.u—*.  ——

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.—.  .———  ———  —  ...—  —

3.  Bei  jeder  Güterbeweguug  auf  weitere  Strecken,
aufenden  Bejeder

  größeren  und  regelmäßlg  fort
stellung  muß  geprüft  werden,  ob  nicht  der
weg  benutzt  werden  kann.

Laberaum  bezw.  Labegewicht  sind  restlos,  möglichse

Wasser-4.



bis  zu  der  am  Wagen  angeschriebenen  Tragfähigleit

auszunußen.  Kleinere  Senbdungen  müssen  zu-*—



sammengelegt  werden.  —  Eilgutmäßiger  Versand
gestaltet  sellen  eine  auoreichende  Wagenausnuhung

und  ist  auf  bas  unbedingt  notwendige  Maß  einzuschränken.
  —  An  Stelle  der  herkömmlichen  Bestellungen
  von  10,  20  unb  40  Tonnen  müssen  Beklellungen
  auf  15,  30  und  45  Tonnen  ktreten,  denn
die  überwiegende  Mehrzahl  der  bedecklen  Wagen
hat  ein  Ladegewicht  von  15  Tonnen.

5.  Nach  Möglichkeit  milssen  unter  Verücksichttgung  der
ntladeverhältnisse  größere  geschlossene  Sendungen
(Wagengruppen,  geschlossene  Züge)  gebildet  werden:
Organisierler  Massenverkehr  entlastet  die  Ranglerbahnhöse,
  Einzelsendungen  belasten  sie  aufo  empfindlichste.
  —  Sehr  bewährt  haben  sich  bie  sogenannten
  Bezugogemeinschaften.

Empfênger  und  Versender  müssen  Hand  in  Hand
arbesten.  Rur  soviele  Wagen  dürfen  angefordert
werden,  als  in  der  Beladefrist  beladen,  und  nur  soviele
  Wagen  abrollen,  als  vom  Empfänger  rechizeilig
  entladen  werden  können.
Für  schleunigste  Be--  und  Entlabung  und  für  schnelle
Abfuhr  der  Güter  auch  an  Sonn=  und  Feiertagen  ist
zu  sorgen.  Enkiadestockungen  und  Wagenaustauungen
müsten  unbedingt  vermieden  werden.  Was  bei  Tage
nicht  bewältigt  werden  kann,  muß  in  der  Nacht  geschafft
  werben.  —  Empfänger  größerer  Transporke
beantragen  bei  der  Güterabserligung  zweckmäßigerweise
  die  Voranmeldung  der  Eingänge.

8.  Ein  jeder  aber  lege  sich  die  weitestgehende  Beschränkung
  im  Reisen  auf.  Ueberfüllte  Züge  pflegen  mit
Verspälung  zu  fahren  und  siehen  damit  den  Gäterverkehr
  in  Mitlelbenschaft.  Bei  der  besonderen
milikärisch--kriegswirtschaftlichen  Bedeutung  dieses
Verkehrs  können  aber  solche  Rückwirkungen  unmög-7.



lich  in  Kauf  genommen  werden.  sondern  milssen

Zwangsmaßnahmen  auslösen.

Dringlichheitsbelcheinigungen.

Krlegeminliterium.  Krlegsamt.
Tgb.  MNr.  Stab.  M  34.  23391,  8.  17.  K.

Dringlichkeitsbescheinigungen  für  die  bevorzugte  Wagengestellung
  werden  zweckmäßiger  Weise  von  all  in  Bestellern
eingeholt,  die  nicht  in  der  Transportdringlichkeitsliste  enthalten
  sfind.  Die  Anträge  auf  2#

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usstellung  der  Bescheinigun-