Iummer  3

Kriegsamt,

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dere  Abteilung  angegliedert.  Es  hat  dafür  Sorge  zu
tragen,  daß  alle  technischen  Fragen  bei  allen  Inspektionen
und  Referaten  vom  gleichen  Gesichtspunkt  behandelt
werden.  Dazu  hat  das  Hauptbüro  durch  seine  Ingenieure
in  Verbindung  mit  den  einzelnen  Stellen  zu  bleiben  An
dem  Geschäftsgang  des  Waffen=  und  Munitions-Beschaffungsamtes
  tritt  eine  Aenderung  hierdurch  nicht  ein.

Für  die  Bearbeitung  aller  mit  der  Fabrikation  zusammenhängenden.
  Fragen  ist  das  bereits  in  Spandau  eingerichtete
  Biiro  zu  einem  Fabrikationsbüro  als  Unterabteilung
  des  Hauptbüros  auszubanen.  In  diesem
Fabrikationsbüro  müssen  sämtliche  Heeresgeräte,  die  von
dem  Wafssen=  und  Munitions-Beschaffungsamt  beschafft
werden,  nachdem  sie  auf  Grund  der  militärischen  Anforderungen
  durchgearbeitet  sind,  auf  Herstellung  und  Materialverwendung
  weiter  bearbeitet  werden.  Außerdem  ist  eine
möglichst  weitgehende  Einheitlichkeit  der  von  den  verschiedenen
  Truppengattungen  gebrauchten  Geräte,  JFahrzenge,
Munitionsteile  usw.  anzustreben,  soweit  die  Verhältnisse
des  Krieges  dies  zulassen.

Die  Durchführung  der  Organisation  erfolgt  im  Einvernehmen
  mit  dem  Chef  des  technischen  Stabes  des  Kriegsamtes.


Insbesondere  werden  von  dem  „Technischen  Hauptbüro“
  allein  oder  in  Verbindung  mit  den  Kriegsamtstellen
die  solgenden  Aufgaben  zu  erfüllen  zu  sein:

1.  Klärung  fämtlicher  kechnischer  Fragen  bei  der  Massenherstellung
  von  Waffen  und  Munition  und  Bearbeitung
  der  für  diese  Massenherstellung  erforderlichen
Maßnahmen.

2.  Technische  Unterstützung  bei  der  Verteilung  der  dem
Waffen=  und  Munitions-Beschaffungsamt  von  der
KRA  zugebilligten  Makerialmengen  auf  die  einzelnen
Abteilungen  im  Einvernehmen  mit  den  einzelnen  Neferaten
  des  Waffen=  und  Munitions-Beschaffungsamtes.
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3.  Durchführung  zweckmäßiger  Arbeitsverfahren  in  allen
für  die  Heeresverwaltung  arbeitenden  Staats-  und
Privatbetrieben  und  Beratung  in  den  mit  der  Massenherstellung
  pbusammenhängenden  Fragen.

4.  Technische  Beratung  bei  Verteilung  der  Arbeit  auf  die
einzelnen  Fabriken  zur  besten  Ausnutzung  derselben
und  bei  der  Heranziehung  neuer  Fabriken  zu  drinçdenden
  Heereslieferungen.

5.  Unterstützung  und  Beratung  der  Fabriken  in  allen  Arbeiter-,
  Material.  und  Maschinenfragen.

6.  Maßnahmen  zur  Einhaltung  und  Abkürzung  der
Lieferfriften,  Untersuchung  der  Wege  zur  möglichsten
Steigerung  der  Leistungen  in  Zusammenarbeit  mit
den  einzelnen  Inspektionen,  Abteilungen  und  Referaten
  des  Waffen-  und  Munitions-Beschaffungsamtes
unter  sachgemäßer  Berücksichtigung  der  Dringlickkeit,
sowie  aller  in  Betracht  kommenden  Material.  und
Maschinenfragen.  «

7.  Vorschläge  für  geeignete  Ausnutzung  nicht  abgenommener
  Lieferungen.

8.  Zweckmäßigste  Bestaltung  der  Abnahmeverfahren  in
technischer  Beziehung  durch  Schaffung  geeigneter
und  einheitlicher  Normen,  Toleranzbestimmungen,
Lehren  usw.

Groener.

Fmiliche  mittellungen  und  Nackhrichten

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Verkehrswesen  sz

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Bahnsendungen  für  das  Württembergische
frtilleriedepot  Ulm.

·«  Prlegsamt.

Waffen-  und  Munitions-Belchaffungs-Hmt.
Nr.  11514.  12.  16.  D.  2b
vom  26.  12.  1916.

Für  die  Munitionsanstalt  des  Württembergischen
Artilleriedepots  Ulm  bestimmte  Bahnsendungen  sind  zu
richten  an  die  „Munitionsanstalt  des  Württembergischen
Artilleriedepots  Ulm,  Station  Einsingen,  Anschlußgleis.“

I.  A..  gez.  Kipping.

Bahnlendungen  an  das  Hrtilleriedepof  Cüftrin.

W7  RAirlegsamt.  6
Waften-  und  Munltions-Bescheffungs-#nt
Kr.  89°.  12.  14.  D.  1  b.
nam  23.  12.  1916.

Wagenladungen  und  Stückgüter  an  das  Artilleriedepot
Cüstrin  sind  wie  folgt  zu  leiten:
Nach  Station  Castrin-Neusiadt:  Handwaffen,  Handwaffenzubehör,
  Fahrräder,  deutsche  Infanterie-Munition,
Sprengmunition  ffir  Fußartillerie.

Auch  Station  Cüstrin-Neustadt,  Anschlußgleis  Alt.Drewitz
  Sämtliche  Feldartillerie=  Munitionsgegenstände,
Pulver  und  Leermaterial  für  Feldartillerie,  gereinigte
  Feldpatronenhülsen  und  Kartuschhülsen  98.

Nach  Station  Cüstrin-Altstadt:  Ungereinigte
Feldpatronenhülsen  und  Kartuschhülsen  98,  Feldartillerie.,
Fußartillerie-  und  Maschinengewehr-Gerät,  Oele,  Fette,
Altmetalle,  Leermaterial  für  Fußartillerie.

J.  A.:  gez.  Kipping.

*  Ausnutzung  des  Laderaumes.

Restlose  Ausnutzung  des  Laderaumes  ist  unter  den
gegenwärtigen  Verkehrsbedingungen  zwingende  Notwenldigkeit.
  Nach  einer  dem  Kriegsamt  zugegangenen  Mitteilung
  aus  Fachkreisen  wird  noch  immer  dieser  elementaren
Grundforderung  bei  weilem  nicht  genügend  Rechnung  getragen.
  Alle  amtlichen  und  privaten  Versender  müssen  für
restlose  Erfassung  des  vorhandenen  Frachtraumes  sorgen
und  alle  sonstigen  Interessen  demgegenüber  zurücktreten
lassen.  Namentlich  dürfen  unvollständig  beladene  Stück.
—  unter  keinen  Umständen  zur  Absendung  ge
langen.

*  lelegraphische  Wagenbestellung.

DBei  telegraphischen  Wagenbestellungen  sind  außer  Versender
  und  Empfänger,  erforderlicher  Wagenzahl,  Verfandund
  Empfangsstation  und  Erklärung  über  erfolgte  Einholung
  der  Dringlichkeitsbescheinigung  der  Lintenkommandantur
  (bgl.  Nr.  1,  Seite  11)  auch  genauer  Umsang
und  Art  der  Aufträge  sowie  Lieferungs--=termins
  anzugeben.