Hummer  7

Entladeplätze  sür  einzelne  Güterarten,  von  denen
aus  die  Zuftihrung  an  die  Verwendungsstelle  durch
Feldbahn  oder  Förderbahn  erfolgen  kann?  Dies  trifft
besonders  für  Empfänger  zu,  die  an  einzelnen  Tagen
veschlossene  Züge  erhalten.

6,  Werden  Güter  abgerufen,  die  nicht  alsbald  verwendet
  werden  können  (3.  B.  Fensterrahmen  oder
Inneneinrichtung  für  ein  Gebände,  das  noch  gar  nicht
aus  dem  Erdboden  heraus  ist)?

Die  Sendungen  müssen  genau  den  Bedarf  enthalten,
der  dem  Fortschreiten  der  Bauarbeiten  oder  Fabrikation  entspricht.
  Sie  bedürfen  der  regelmäßigen  Nachprüfung,  um
sie  jederzeit  berichtigen  zu  lassen,  wenn  durch  irgendwelche
Umstände  sich  die  Fortsetzung  der  Arbeiten  und  damit  die
Dringlichkeit  des  Bedarfs  verschoben  hat  (z.  B.  infolge  von
Frost,  Arbeitermangel.  Unfall  usw.).

Die  geprüften  Empfangsprogramme  werden  von  den
Kriegsamtstellen  in  je  1  Abdruck  den  Linien-Kommandauturen,
  den  Eisenbahndirektionen  und  dem  Bba.  übermittelt.

Liegen  die  Versandstationen  in  den  Bezirken  verschiedener
  Linien-Kommandanturen  oder  Eisenbahndirektionen,
so  erfolgt  die  Uebermittlung  der  für  die  einzelnen  Bezirke
m  E  *s  kommenden  Teile  der  Empfangsprogramme  durch
)en  Bba.

Das  hier  wiedergegebene  Verfahren  ist  in  der  Praxis
bereits  erprobt  und  hat  sich  bewährt.

Es  wird  daher  angeordnet,  daß  die  Kriegsamtstellen
und  Kriegsamtnebenstellen  zum  1.  Februar  1917  mit  der
Einforderung  solcher  Empfangsprogramme  von  den  wichtigsten
  Firmen  ihres  Bereichs  beginnen.  Diese  sind  den
Linien-Kommandaniuren  und  Bbas  namhaft  zu  machen.
Demnächst  ist  das  Verfahren  auf  alle  größeren  Werke  auszudehnen.
  «

DieLiniMiKommkmsdkantmMcisndeankdenentssckmsochtkndvonFeldes-senbabnthefKrW.wkftänbmt;


Groener.

*  Güterbeförderung  auf  der  Strahenbahn.


Aus  der  Nürnberg-  Fürther  Straßenbahn
werden  seit  einiger  Zeit  Versuche  gemacht,  Massengüter,  besonders
  Kohle  und  Gußeisen,  durch  Anhängen  gewöhnlicher,
kräftiger  Straßenfuhrwerke  an  elektrische  Triebwagen  zu  befördern.
  Die  Versuche  wurden  mit  Nutzlasten  bis  zu  100
Zentner,  auf  starken  Steigungen  und  Gefällen,  scharfen
Kurven  sowie  bei  verschneiter  und  vereister  Straßendecke
durchgeführt  und  halten  ein  vollständig  befriedigendes  Ergebnis.
  Die  Verbindung  zwischen  Fuhrwerk  und  Triebwagen
  erfolgt  nach  Herausnahme  der  Deichsel  durch  eine
Meter  lange,  starke  Steifkuppel  aus  Eisen,  die  zur  Ausgleichung
  des  Höhennnterschiedes  entsprechend  gekröpft  ist.
Das  Fuhrwerk  folgt  auch  bei  schwerer  Belastung  dem  Triebwagen
  ohne  starkes  Schwanken  oder  Pendeln  und  ohne  er-Hebliches
  seitliches  Ausweichen  den  Kurven.  Die  Inanspruchnahme
  der  Straßendecken  gibt  zu  Befürchtungen  keinen
Anlaß.  Auf  Anßenstrecken  von  geringer  Länge  und  dünnerem
Personenverkehre  ist  Tagesbetrieb  möglich,  sonst  ist  Nachtbetrieb
  mit  eigenen  Nachtschichten  notvendig.  Zu-  und
Wegführung  der  Fuhrwerke  zwischen  Straßenbahnnetz  und

Bahnhof  bzw,  Fabrikhof  erfolgt  durch  Pferde  oder  von

Fahrzeuge

.  IWW

Krlegsamt.  Hmiiche  Misttellungen  und  Kachrichten  *  L

Hand,  gegebenenfalls  auch  durch  Kraftwagen.  Die  Kosten  verbilligen
  sich  mit  der  Ausdehnung  des  Betriebes  und  sind
trotz  der  Verteuerung  durch  Nachtarbeit  nicht  höher  als  beif
gewöhnlichen  Fuhrwerksbetriebe.  Bei  entsprechender  Organisatlon
  und  Inanspruchnahme  der  Einrichtung  läßt  sich  eine
nicht  unerhebliche  Beschlennigung  des  Umschlages  der  Eisenbahnwagen,
  eine  doppelt  so  starke  Ausnützung  der  Fuhrwerke
  kowie  eine  Einsparung  zahlreicher  Gespanne  und  des
Futters  erzielen,  5

Entladung  von  Wassertransporten.

Krlegsminlsterlum.
frlegsamt.  «

Tab-ni.5iahmick.-IM.Ists-It-"
  vom  23.  1.  17.

Kuszug
Es  ist  zur  Sprache  gebracht  worden,  daß  seilens  der
Garnison-Kommandos  die  Gütertrausporte  auf  dem  Wasserwege
  nicht  immer  die  Förderung  erfahren,  die  dem  Schiffsverkehr
  im  Hinblick  auf  die  gegenwärtige  Transportlage
zuteil  werden  muß.

Vielfach  soll  die  Gestellung  von  Entlade-Kommandos
auf  Schwierigkeiten  stoßen.  Wetter  wurde  berichtet,  daß
Entlade-Kommandos  zurückgezogen  worden  sind,  bevor  die
Schiffsgefäße  entlaben  waren,  wodurch  das  Entladegeschäft
empfindlich  gestört  wurde.

Demgemäß  hat  das  Kriegsamt  durch  die  Kriegsamkstellen
  bei  den  stellvertretenden  General-Kommandos  angeregt,
  daß  an  allen  Plätzen,  wo  ein  irgendwie  nennenswerter
Umschlapverkehr  stattsindet,  die  Garnison-Kommandos  Anweisung
  erhalten,  die  Schiffsentladung  grundsätzlich  in  der
gleichen  Weise  zu  unterstützen,  wie  die  Entladung  der
Glterwagen.  Insbesondere  wurde  nahegeleat,  auf  dle
Wünsche  der  Schiffahrtsgruppe  beim  Chef  der  Eisenbahnabteilung
  des  siellvertretenden  Generalstabes  und  deren
Beauftragten  im  weitgehendsten  Umfange  Riücksicht  zu

nebnen.  «  r  4
Von  seiten  des  Kriegsalites
Der  Chef  des  Stabes
A.  m.  W.  b.
von  Kretschmann,

*  Bahnsendungen  an  das  Ueben-RKritilleriedepot
Rriegsomt.
Watten-  und  Munltions-Belchaffungs-Rmt.
Nr.  2651  I.  17.  D2.  »i-Wagenladungen
  und  Stückgüter  an  das  Neden-Arkikleriedepot
  Kolberg  sind  wie  folgt  zu  leiten:
Sämtliche  Feldartillerie-Munition,
Munttionsteile  und  -Geräte,  Pulber,
Feldpatronenhülsen  und  Kartuschhülsen  y8,
eermaterinr  und  Verpackungsmittel
nach  Station  Bodenhagen  bei  Kolberg,  Anschlußglois  de
Neben-Artilleriedepots,  W*  "r
nach  Station  Kolberg  —  Hauptbahnhof,
alle  übrigen  Güter
nach  Station  Holberg  —  Vorbahnhof,

gete  Kipping#  —