NHummer  12  Krkegsamt.  HKmrülche

später  Erntemaschinen,  Dreschsätze  und  sonsige  wichtige
landwirklchaftliche  Maschinen  im  Vetrieb  vorgekührt  werden.
Der  Chef  des  Stabes,
A.  m.  W.  b.
v.  Kreischmann.

*  Knderungen  und  ergänzungen  zur  überllcht
der  Kriegswirtichaftsämter
(ogl.  Nr.  Io,  Seite  20).
Kriegswirtschaftsamt  für  die  Provinz  Sachsen,  Magdeburg.
Fernsprechanschluh  Nr.  7556,  Anruf  durch  das  stellvertretende
  Generalkommando,  IV.  Armeekorps.
Kriegswirtschastsamt  für  das  Großherzogtum  Baden,
Karlsruhe.
Geschäftsräume:  Karlsruhe,  Kaiserstr.  231.
Fernsprecher:  Nr.  5280.

fFerkeirswelen

vVer  ehrswesen

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Güterbeförderung  auf  bisher  nur
für  den  Personenverkehr
konzeffionierten  Strahenbahnen.

Krlegsminssterlum.
Krlegsamt.
Lechulicher  Stab  T.  2  vom  2.  4.  1917.
Buszug.

Durch  Heranziehung  der  Straßenbahnen  zum  Glütertrauspork
  vornehmlich  in  den  Industriebezirken  kann  eine
wesentliche  Entlastung  der  Staatsbahnen  erzielt  werden.
Auch  durch  die  An-  und  Abfuhr  zur  Staatsbahn  in  den
größeren  Städten  vermittelst  der  Strabßenbahn  lassen  sich
be  Schwierigkesten  der  Güterbeförderung  im  Verkehrsleben
  bedentend  mildern.  (Vgl.  Nr.  7,  S.  17,  und  Nr.  8,
"  1r  mun  den  Strabenbahnen  die  Möglichkeit  zu  geben,
die  dafür  erforderlichen  Einrichtungen  rascher  zu  treffen,
hat  der  Minister  der  öffentlichen  Arbeiten  auf  Veranlassung
des  Kriegsamtes  durch  Runderlasse  vom  4.  1.  und  19.  8.  17
die  Konzessionierung  des  Güterverkehrs  den  Kleinbahnaufssichtsbehörden
  (Regierungspräsi  denten)  übertragen,  "#-weit
  der  Antrag  für  die  Kriegsdauer  oder  für  bis  zu
6z  Jahren  vom  Genehmigungstage  ab  gestellt  wird.

Hierdurch  wird  wesentlich  Zeit  gespart,  da  früher  erst
die  Entscheidung  des  Ministers  eingeholt  werden  mußte,
was  nur  bei  Konzessionen  von  mehr  als  dreijähriger  Dauer
noch  der  Fall  ist.  Den  Straßenbahnen  wird  durch  die  genauc
  Zeitangabe  der  Konzessionsdauer  die  Festlegung  der
Tarife  und  die  Bemessung  der  jährlichen  Abschreibungen  für
die  eventnell  zur  Einrichtung  des  Güterverkehrs  aufgewendeten
  Kosten  nun  bedeutend  erleichtert,  wodurch  eine
wesentliche  Hebung  des  Güterverkehrs  stattfinden  wird.

Bei  Unschlüssen  der  Straßenbahn  an  das  Staatsbahnnetz
  genügt  gemäß  des  ministeriellen  Erlasses  vom  19.  3.
die  Genehmigung  der  zuständigen  Eisenbahndirektion.  Nur
bei  Anschlüssen  auf  freier  Strecke  oder  bei  wesentlicher
Aenderung  der  Betriebsverhältnisse  des  Anschlußbahnhofes
bat  sich  der  Minister  seine  Genehmigung  vorbehalten.

Mittellungen  und  Madarlchten  .  7

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tutttttntntrsetnueestss  ä—

Arbeiterfrage

*  Kusblldung
von  Fabrilpflegerinnen.

Inn  Lause  des  März  haben  im  Bereich  der  Kriegsamtstellen
  in  den  Marken  und  Düsseldorf  Kurse  zur  Anschildung
von  Fabrikpflegerinnen  staltgefunden.

Eine  vorläusige  Rundfrage  bei  den  Unternehmern  hatte
ergeben,  daß  die  Zahl  von  Betrieben  nicht  gering  ist,  die
gewillt  sind,  Fabrikpflegerinnen  anzustellen;  in  einem  Regierungbbezirk
  im  Osten  Deutschlands  meldeten  sich  hlerzue
nicht  weniger  als  11  Firmen,  eine  Zahl,  die  um  so  beträchtlicher
  erscheint,  als  man  sich  nur  an  Unternehmer  gewendek
hatte,  die  mehr  als  500  Frauen  beschäftigen.  Es  erwäichst
nun  aber  die  wichtige  Aufgabe,  flir  solche  Stellungen  nur
ganz  geschulte  und  bereits  erprobte  Kräste  auszuwählen.
Deshalb  nahmen  die  Leiterinnen  der  Kurse  in  Berlin  und
Düsseldorf  als  Teilnehmerinnen  nur  solche  Frauen  an,  die
bereits  auf  verwandten  Arbeitsgebieten  beruflich  oder  ehrenamtlich
  mit  Ersolg  tätig  waren,  und  bei  denen  es  sich  daher
nicht  um  eigeniliche  Ausbildung,  sondern  nur  um  eine  Nachschulung
  für  die  besonderen  Aufgaben  der  Fabrikpflege  handelte.
  Zugelassen  waren  ferner  Absolventinnen  sozialer  und
wirtschaftlicher  Frauenschulen,  die  bereits  in  vraktischer
Arbeit  gestanden  halten,  auch  kamen  Frauen  in  Betracht,  die
als  kanfmännische,  gewerbliche,  Fach=  oder  Fortbildungsschullehrerinnen
  ansgebildet  waren,  endlich  auch  solche,  die
durch  langjährige  kaufmännische  oder  gewerbliche  praktische
Tätigkeit  Ersahrung  im  Verkehr  mit  Menschen,  Umsicht  und
organisatorische  Gewandheit  erworben  haben.

Die  Dauer  der  Kurse  betrug  8  bis  4  Wochen,  wovon
die  Hälfte  auf  iheoretische  Ausbildung,  die  andere  Hälfte
(besw.  74)  auf  praktische  Arbeit  verwendet  wurde.  6

Der  theoretische  Teil  bestand  aus  Vorträgen,  an  die  sich
regelmäßig  eine  freie  Aussprache  anschlob.  Als  Vortragende
waren  Dozenten  sozialer  Fachschulen,  Leiter  von  städtischen
Wohlfahrksorganiiationen,  Beamte  der  Gewerbcaufsicht  und
Hygieniker  gewonnen  worden.  Nach  einem  einleitenden
Vortrag  über  Beruf  und  Aufgaben  der  Fabrikpflegerinnen
unter  besonderer  Berücksichtigung  der  durch  den  Krieg  ge-###


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schaffenen  Verhältnisse  wurden  die  Grundlagen  der  Gewerbehygiene,

  der  Versicherungsgesehgebung  und  der  Wohlfahrtspflege
  dargelegt.  Bei  dem  Düsseldorfer  Kursus  waren
jeweils  zwei  Tage  in  der  Woche  der  Besichtigung  von  Betrieben
  gewidmet;  der  Berliner  Kursus  ließ
nen  acht  Tage  lang  in  einer  Fabrik  mitarbeiten,  weitere
acht  Tage  begleiteten  sie  eine  Fabrikpflegerin  oder  Gewerbeassistentin
  auf  ihren  Berufswegen.  Es  wurde  besonders
darauf  Gewicht  gelegt,  daß  die  praktische  Arbeit  in  dem
Landesteil  abgeleistet  wurde,  in  dem  die  betreffende  Schiilerin
  später  arbeiten  sollte,  da  eine  Vertrautheit  mit  den
Lebensgewohnheiten  und  Anschauungen,  ja  mit  den  Redewendungen
  usw.  der  ihr  anuvertrauten  Arbeiterinnenschaft
  für  die  Fabrikpflegerin  unerläßlich  ist.

u
s

Beide  Kurse  waren  trotz  der  außerordentlich  strengeft
Sichtung  bei  der  Auswahl  der  sich  Meldenden  von  zusammen
etwa  80  bis  90  Schülerinnen  besucht.  Die  mit  diesen  Versuchen
  gemachten.  Erfahrungen  sind  so  ermutigend,  daß  in
kurzer  Zeit  ähnliche  Kurse  auch  von  anderen  Kriegsamkstellen
  unternommen  werden  sollen.  Nähere  Auskunft  darüber
  wie  auch  über  Lehrpläne,  Anstellungsbedingungen  usw)