Kriegslied  1914.

Melodie:  Prinz  Eugen.

Kaiser  Wilheln.  reine  jährlich,
Weil’s  Regieren  gar  ijeschwerlich,
Zum  Erzherzog  nach  Konopitscht.
Hei,  da  gab's  ein  lustig  Jagen,
Und  in  diesen  schönen  Tagen
Dachte  er  an  weiter  nicht.  -

Prinz  Georg,  der  Ungezog’ne,
Dieses  ganz  total  verlog’ne
Jämmerliche  Schandsubjekt,

Ließ  von  seinen  Räuberhorden

’®  gute  Herzogspaar  ermorden,
Meuchlings  ward  es  hingestreckt!

Und  der  alte,  greise  Kaiser
Bettet  es  auf  Eichenreiser

Und  schwur  Rache  dieser  Brut.
Niklaus  sprach:  Laß  ab  die  Pfoten,
Merk  dir,  dieses  ist  verboten,
Sonst  ersäuf  ich  euch  in  Blut.

Wilhelmmeinte:  „Nurnichtschlagen
Freunde,  immer  hübsch  vertragen,
Ich  bring’  alles  noch  ins  Lot!
Will  vermitteln,  nur  nicht  zanken!“
Niklaus  lachte  in  Gedanken!
„Warte  jetzt  schlag’  ick  dir  dot.“

Gab  ihm  ’n  Kuß  auf  seine  Backen,
Ließ  schnell  sammeln  dieKosacken,
Zu  verwüsten  unser  Land.
„Judas,  o  du  Erzverräter,
Warte,  jetzt  zieh  ich  vom  Jeder!“
Rief  jetzt  Wilhelm  zornentbrannt.

Darauf  spitzt  nur  der  Franzose,
Dessen  Maul,  wie  seine  Hose,
Ist  bekanntlich  riesenweit.
Schickt  uns  seine  Aeroplane
Und  lebt  in  dem  süßen  Wahne:
„Die  Bomben  schlagen  alles  breit.*

Und  John  Bull,  der  engelreine,
Denkt:  Jetzt  kriegen  wir  ihn  kleine,
Diesen  Michel,  gottverdammt.
Belgien  ruft  er  auch  zum  Btreite,
Montenegro  an  der  Seite,

Drei  und  dreie  insgesamt.

Frau  Germania  horcht  ’ne  Weile,
Legt  dann  an  in  Sturmeseile
Waffenschmuck  und  Stachelwehr,
Merkts  euch,  die  mit  uns  zu  schaffen
Deutschland  starret  jetzt  in  Waffen,
Schon  marschieret  unser  Heer.

Und  nun  wollen  wir  sie  dreschen
Mit  den  treuen,  tapfern,  feschen
Brüdern  aus  ganz  Oesterreich.
Brüder  zeigt  euch  wert  den  Ahnen!
Heil  und  Sieg  für  uns’re  Fahnen!
Wachse,  teures  Deutsches  Reich!