Im  Königsauge  eine  Träne  stand,

Als  er  den  Einzelnen  gedrückt  die  Hand.

Zu  unserm  Heere  haben  wir  Vertrauen,

Es  gilt  nur  die  Devise:  „Durchgehauen  !*

Was  unsre  Truppen  machtvoll  vorwärts  reißt,

Das  ist  noch  Blüchers  alter  Heldengeist.

Vom  Etsch  zum  Belt  gar  bald  schon  widerhall’  es:
Wie  Anno  siebzig:  „Deutschland  über  Alles!“

Und  alle  Stimmen  fallen  jubelnd  ein:

Es  stehet  fest  und  treu  die  Wacht  am  Rnein!
Flanmt.  Freudenfeuer  auf  in  lichtem  Glanz:

Franz  Josef  Heil!  Heil  Wilhelm  Dir  im  Siegerkranz!

sanana  Carl  Stöhr.

Der  Meldereiter.

Mit  flatternder  Mähne  ein  schwarzes  Roß
Trägt  mich  dureh  feindliche  Wälder.

Ich  jage  allein,  ohne  Weggenoß,
Durchquere  Sümpfe  und  Felder.

Und  hinter  mir  fliegen  die  Kugeln  her

Une  pfeifen  mir  um  die  Ohren  —

Der  Weg  wird  steiler,  der  Weg  wird  schwer  —
Dem  Rappen  geb  ich  die  Sporen.

Greif  aus!  Greif  aus!  Mein  braves  Roß!  —
Ich  greif  nach  dem  schaumigen  Zügel  —
Der  Unsern  steht  ein  großer  Troß

Dieht  hinter  dem  schützenden  Hügel!

Sie  harren  auf  Meldung  aus  meinem  Mund,
Es  steht  so  viel  auf  dem  Spiel  doch!

Das  traf  den  Arm!  „Du  Höllenhund!“
Oh,  wären  wir  erst  am  Ziel  doch!

Erreicht  die  Höh’!  Man  hat  uns  erkannt!
Schon  sprengen  uns  Reiter  entgegen  —

Noel  ein  paar  Kugeln  —  Zerschmetiert  die  Hanı  —
Und  am  Boden  der  blitzende  Degen!

Im  Lager!  Geborgen!  Von  Freunden  umrinzt!
Wie  freudig  die  Meldung  vernommen!
Woll  schmerzen  die  Wunden,  das  Herz  aber  singt!  —
Und  mein  Rappe  hat  Zucker  bekommen!

Richard  O.  Kurpiu.