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eng  begrenzter  Wiederholungsaufgaben  in  anderen  Fächern  darf
an  die  Erläuterungen  III,  5.  verwiesen  werden.

Anleitung  zur  Behamdlung  der  gestellten  Aufgaben  ist
auf  allen  Stufen  erforderlich,  aber  so  zu  geben,  daß  die  Schüler
mehr  und  mehr  lernen,  unter  Führung  des  Pehkers  die  Hauptgesichtspunkte
  und  die  Ordnung  derselben  selbst  zu  finden.

Auf  Einfachheit  der  Darstellung,  insbesondere  des  Satzbaus,
  ist  zu  balten  und  dem  Eindringen  fremdartiger  Periodenbildung
  in  die  deutsche  Darstellung  entschieden  zu  wehren.
Fremdwörter,  für  welche  gute  deutsche  Ausdrücke  vorhanden
sind,  die  den  vollen  Jeeieinhal  und  -umfang  decken,  sollen
ausgemerzt  werden.  Indessen  ist  gerade  in  diesem  Punkte  ein
verständiges  Maßhalten  geboten,  um  nicht  der  Willkür  Thür
und  Thor  zu  öffnen.  Es  empfiehlt  sich,  an  jeder  Schule  da
bestimmte  Normen  aufzustellen.

Für  die  Pflege  des  mündlichen  Ausdrucks  ist  in  allen
Fächern  und  auf  allen  Stufen  Sorge  zu  tragen.  Vor  allem
aber  muß  der  Lehrer  selbst  mit  gutem  Beispiel  vorangehen.
Jede  Nachlässigkeit  in  dieser  Beziehung  wirkt  nachtheilig  auf
den  Ausdruck  der  Schüler.

Sinngemißes  betontes  Lesen  und  Vortragen  der  Schüler
muß  stets  geübt  werden.  Daran  haben  sich  auf  den  oberen
Klassen  vorbereitete,  kurze  freie  Vorträge  über  Gelesenes  oder
Gehörtes  in  regelmäßigen  Zwischenräumen  anzuschließen.  Die
Beurtheilung  der  Vorträge  erfolgt  durch  den  betreffenden  Lehrer.

Im  Auswendiglernen  ist  vorsichtig  Maß  zu  halten  und
daraufhin  der  an  den  meisten  Anstalten  eingeführte  Kanon
von  Gedichten  erneuter  Prüfung  zu  unterziehen.

Bei  dem  zu  Lesenden  tt  zu  scheiden  zwischen  Klasfenlektüre
und  Privatlektüre.  In  ersterer  ist  überall  das  für  die  betreffende
  Stufe  T  vische  ins  Auge  zu  fassen,  in  letzterer  die
Eigenart  des  Schülers  besonders  zu  berücksichtigen.  Gedichte,
  welche  in  den  Klassen  behandelt  werden,  sind  auf
den  unteren  und  mittleren  Stufen  zunächst  von  dem  Lehrer
git  vorzulesen,  darnach  sind  die  nöthigen  sprachlichen  und  sachichen
  Erläuterungen  anufk!  en  und  Grund=  und  Theilgedanken
mit  den  Schülern  aufzu  uhen.  Nach  einem  wiederholenden
Lesen  durch  einen  Schüler  ist  das  Gedicht  zum  Lernen  aufugeben,
  um  in  der  nächsten  Stunde  vorgetragen  und  zusammengufen
  besprochen  zu  werden.  Auc  bei  dem  Lesen  größerer

erke  auf  der  Oberstufe  sind  vor  allem  die  leitenden  Grundedanken
  unter  Mitarbeit  der  Schüler  herauszuheben,  die
Hanptabschnitte  und  deren  Gliederung  aufzuzeigen,  und  so
das  Ganze  als  solches  dem  Verständnis  der  Schüler  zu  erschließen.
  Der  Kunstform  ist  dabei  Beachtung  zu  schenken.

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