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9.  von  IV—II  B  fernerhin  häusliche  deutsche  Aufsätze
allgemein  nur  alle  4  Wochen,  daneben  aber  in  der  Klasse
kürzere  Ausarbeitungen  über  durchgenommene  Abschnitte  aus
dem  Deutschen,  den  remdsprachen,  der  Geschichte  und  Erdkunde,
sowie  den  Naturwissenschaften  verlangt  werden;

F.  die  häusliche  Vorbereitung  auf  schwierigere  Schriftsteller,
besonders  bei  Beginn  der  Lektüre,  nur  nach  vorheriger  Anleitung
  des  Lehrers  in  der  Klasse  gefordert  wird;

d.  verwickeltere  echen-  und  mathematische  Aufgaben
möglichst  vermieden,  jedenfalls  aber  nur  nach  vorheriger  Klarstellung
  durch  den  Lehrer  in  der  Klasse  zur  häuslichen  Bearbeitung
  aufgegeben  werden.

b.  Obere  Stufe.  a.  Hier  entfallen  an  Gymnasien  alle  bisher
nothwendigen  häuslichen  Uebungen  für  den  lateinischen  Aufsatz
und  für  die  griechische  und  französische  Versetzungsarbeit;  die
sonstigen  Klassenübungen  und  häuslichen  Arbeiten  bleiben.  Die
Uebersetzungen  in  die  Fremdsprachen  sind  in  der  Regel  nur  nach
Dikiaren  des  Lehrers  und  im  Anschluß  an  die  Lektüre  zu

gen.

6.  Der  deutsche  Aufsatz,  welcher  auf  dieser  Stufe  vorzugswehe
  Exrziehung  zu  selbständiger  Arbeit  bezweckt,  aber  nach
Inhalt  und  Umfang  maßvoll  zu  begrenzen  ist,  tritt  noch  mehr
als  bisher  in  den  Mittelpunkt  des  gesammten  Unterrichts  und
entnimmt  aus  demselben  seinen  Stoff.  Mehr  als  8  Aufsätze
im  Schuljahre  (6  zu  Hause  und  2  in  der  Klasse)  sind  nicht  zu
fordern.  Danebenher  gehen  kleine  Ausarbeitungen  in  anderen
Fächern.  Lergl.  a,  6.

In  der  Mathematik  bezw.  an  Realanstalten  auch  in  den
Naturwissenschaften  sind  neben  den  regelmäßigen  Klassenübungen
  höchstens  alle  4  Wochen  selbständigere  häusliche
Ausarbeitungen  von  nicht  zu  großer  Schwierigkeit  zu  fordern.

Eine  geordnete  deutsche  und  fremdsprachliche  Privatlektüre
bildet  in  den  oberen  Klassen  die  nothwendige  Ergänzung  der
Schularbeit.  Diese  Lektüre  ist  zwar  planmäßig  zu  leiten,  indessen
  dem  Schüler  nach  seiner  Eigenart  eine  gewisse  Freiheit
der  Wahl  zu  gestatten,  damit  das  rechte  Interesse  für  die  Sache
geweckt  und  Freude  an  der  Arbeit  erzeugt  werde.  Die  Erziehung
  zu  selbständiger  freier  Thätigkeit  ist  vor  allem  im  Auge
zu  behalten.  .

Diie  zweckmäßige  Verwerthung  der  Privatlektüre  zu  freien
Arbeiten  im  Deutschen  bleibt  dem  Ermessen  der  betreffenden
Lehrer  überlassen.