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werden.  Die  Provinzial-Schulkollegien  werden  daher  angewiesen,
  bei  Genehmigung  der  alljährlich  einzureichenden  Leirpläne
  für  die  einzelnen  Anstalten  streng  darauf  zu  achten,
daß  der  für  ein  Ordinariat  vorgeschlagene  Lehrer  auch  dazu
sich  eignet,  und  daß  derselbe  in  dem  Umfange,  wie  dies  nach
seiner  Lehrbefähigung  oder  wrattischen  Bewährung  möglich  ist,
in  geiner  Klasse  Fschäftigun  gefunden  hat.  Soweit  zur  Zeit
noch  in  der  wissenschaftlichen  Vorbildung  der  Lehrer  Hindernisse
  für  eine  ausgedehntere  Verwendung  in  einer  Klasse  liegen,
wird  auf  Beseitigung  derselben  Bedacht  genommen  werden.

Dem  Klassenlehrer  vor  allen  liegt  es  ob,  mit  den  Familien
  seiner  Zöglinge  sich  in  Verbindung  zu  halten  und  den
Eltern  mit  Rath  und  That  an  die  Hand  zu  gehen.  Dabei
wird  er  in  den  meisten  Fällen  auf  williges  Entgegenkommen
rechnen  dürfen.

Die  Zugehörigkeit  des  Schülers  zu  einer  bestimmten
kirchlichen  Gemeinschaft  legt  der  Schule  die  Pflicht  auf,  nicht
bloß  alle  Hemmnisse  der  religiös-kirchlichen  Bethätigung  zu
beseitigen,  sondern,  soweit  die  Schulordnung  dadurch  nicht  gestört
wird,  diese  Bethätigung  auch  in  positiver  Weise  zu  fördern.
Die  Lehrerkollegien  werden  gewiß  gern  dazu  mitwirken,  daß
diese  Absicht  thunlichst  erreicht  werde.

5.  Das  Deutsche  hat  durch  Vermehrun  der  Wochenstunden
  zumal  an  Gymnasien  eine  weitere  Förderung  erfahren.
Es  ist  noch  mehr  als  bisher  in  den  Mittelpunkt  des  gesammten
  Unterrichts  gerückt,  und  die  Leistungen  darin  sind
von  entscheidender  Bedeutung  bei  der  gesegsung.  so  zwar,
daß  ein  Schüler,  welcher  in  den  Gesammtleistungen  im  Deutschen
  nicht  genügt,  fernerhin  in  den  Prüfungen  für  nicht
bestanden  erklärt  wird.

Die  diesem  Unterrichte  gestellte  besondere  Aufgabe  der
Pflege  vaterländischen  Sinnes  und  des  nationalen  Gedankens
weist  dem  Deutschen  eine  enge  Verbindung  mit  der  Geschichte
zu.  Durch  lebendige  Veranschaulichung  deutscher  Heldensagen
mit  ihrem  Hintergrunde,  den  nordischen  Sagen,  bereitet  der
deutsche  Unterricht  ebenso  auf  die  deutsche  Geschichte  vor,  wie  er
die  letztere  durch  Einführung  in  die  bedeutendsten  Geisteswerke
  unserer  Literatur  inhaltlich  befruchtet  und  belebt.

Durch  eine  planmäßige  Pflege  einer  nicht  bloß  richtigen,
sondern  auch  dem  Geiste  unserer  Sprache  gchemesbre  deutschen
  Uebersetzung  aus  den  Fremdsprachen,  sowie  durch  die
vorgesehenen  regelmäßigen  deutschen  Klassenarbeiten  aus  den
meisten  übrigen  Fächern  soll  der  Uebung  im  schriftlichen  Ausdruck
  eine  besondere  Unterstützung  gesichert  werden.  Dasselbe
geschieht  bezüglich  des  mündlichen  Ausdrucks  durch  geordnete