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aufzuhalten,  welche  zum  Verständnis  des  Schriftstellers  nicht
unumgänglich  nöthig  sind.  .

Neben  der  schriftlichen  Uebersetzung  in  das  Lateinische  ist  entprechend

  dem  allgemeinen  Lehrziel  auch  der  Uebersetzung  aus
em  Lateinischen  eine  ebenbürtige  Stelle  zugewiesen.  Damit  entäl
  auch  die  einseitige  Werthschätzung  des  sogen.  Extemporales.

uf  eine  gute  deutsche  k  bersetun  aus  der  Fremdsprache  ist
fernerhin  sowohl  bei  den  Zeugnissen  und  Versetzungen  als  auch
in  der  Reifeprüfung  ein  weit  größeres  Gewicht  zu  legen,  als
bisher.  Um  eine  solche  Zielleistung  in  geordneter  Weise  von
unten  auf  vorzubereiten,  ist  angeordnet,  daß  auf  allen  Stufen
auch  regelmäßige  schriftliche  Uebersetzungen  aus  dem  Lateinischen
neben  denen  in  das  Lateinische  hergehen.  Z„

Die  in  den  Lehraufgaben  für  das  Lateinische  und
Griechische  bezeichneten  Schriftsteller  und  Schriften  sind  solche,
welche  in  den  betreffenden  Schuljahren  gelesen  werden  müssen.
Indessen  sind  die  Provinzial-Schulkollegien  ermächtigt,  auch
andere  Schriftsteller  oder  Schriften  ji  vorausgesetzt,  daß
dieselben  nach  Form  und  Inhalt  zur  Schullektüre  auf  den
einzelnen  Stufen  sich  eignen  und  ein  Einlesen  in  die  verbindlichen
  Klassenschriftsteller  durch  diese  erweiterte  Lektüre  nicht
behindert  wird.

Was  die  Realgymnasien  angeht,  so  begründete  die  erwähnte
  Zurückführung  der  Wochenstunden  auf  das  ungefähre
Maß  der  Unterrichts=  und  Prüfungs-Ordnung  von  1859  zugleich
  die  Nothwendigkeit  der  Beschränkung  des  Lehrziels.  Trotz
Hener  Verminderung  kann  bei  der  gesicherten  grammatischen
Vorbildung  in  VIIV  ein  gruündlichel  Verständnis  leichterer
Stellen  der  in  der  Prima  gelesenen  Schriftsteller  erreicht
werden.  Damit  aber  ist  dem  praktischen  Bedürfnis  dieser
Schülerkreise  genügt.  ·

Tegen  der  methodischen  Behandlung  des  lateinischen
Unterrichts  s.  Bemerkungen  zu  den  Lehraufgaben.

7.  Das  Griechische  hat  4  Wochenstunden  verloren.
Nachdem  auch  hier  der  grammatische  Lernstoff  und  der  anzueignende
  Sprachschatz  beschränkt  und  die  elementaren,  nur  auf
a  bner  Formen  und  der  wichtigsten  grammatischen  Regeln

2.8

zu  bemessenden  Schreibübungen  auf  der  Unterstufe  auf  ein
geringes  aß  zurü  geführt  sind,  erscheint  die  sichere  Erreichung
es  alleinigen  Ziels  dieses  Unterrichts  —  Verständnis  der  bedeutenderen
  klassischen  Schriftsteller  Griechenlands  —  verbürgt,
ohne  daß  die  Gründlichkeit  der  Lektüre  einen  Abbruch  erfährt.
8.  Den  Beginn  des  Französischen  an  gymnasialen  und
demgemäß  auch  an  realgymnasialen  Anstalten  auf  IV  zurückzuschieben,
  war  geboten,  weil  erfahrungsmäßig  es  mit  ftr
großen  Schwierigkeiten  verknüpft  ist,  in  den  unteren  Klassen