Griechisch.  32

gekommene  zusammengefaßt  und  nach  dem  Lehrbuche  ergänzt  wird.
Einprägung  von  Musterbeispielen.  Wiederholung  der  Formenlehre.

Kurze  schriftliche  Übersetzungen  in  das  Griechische  alle  8  Tage,
vorwiegend  Klassenarbeiten.

O  II.  6  Stunden  wöchentlich.

Lektüre  5  Stunden:  Homer  und  Herodot;  daneben  andere  geeignete
  Prosa.

Von  systematischer  Erlernung  des  ionischen  Dialekts  sowie  von
der  Übertragung  des  Herodot  in  das  Attische  ist  abzusehen.  Auswendiglernen
  geeigneter  Stellen  wie  in  U  II.  "

Übungen  im  unvorbereiteten  Übersetzen.  Schriftliche  Ubungen,
und  zwar  übersetzungen  aus  dem  Griechischen  abwechselnd  mit  kurzen
Übersetzungen  in  das  Griechische,  sind  alle  14  Tage  in  der  Regel  in
der  Klasse  zu  veranstalten;  dabei  sind  unbekannte  Wörter  und  Ausdrücke
  den  Schülern  anzugeben.

Die  systematische  Grammatik  ist  auf  dieser  Stufe  abzuschließen.
Syntax  der  Tempora  und  Modi,  Lehre  vom  Infinitiv  und  Partizip;
das  Hauptgewicht  fällt  auf  das  der  griechischen  Sprache  Eigentümliche

U  und  Ol.  Je  6  Stunden  woöchentlich.

Lektüre:  Homers  Ilias,  Sophokles  (auch  Euripides)  und  Platon;
daneben  Thukydides,  Demosthenes  und  andere  inhaltlich  wertvolle
Prosa,  auch  geeignete  Proben  aus  der  griechischen  Lyrik.

Grammatif  che  Wiederholungen  und  Zusammenfassungen  aus
allen  Gebieten  je  nach  Bedürfnis.  »

Übungen  im  unvorbereiteten  Übersetzen.  Schriftliche  Übersetzungen
aus  dem  Griechischen  und  in  das  Griechische.

Methodische  Hemerkungen  für  das  Griechische.

1.  Grammatik,  Wortschatz  und  schriftliche  Übungen.
Die  nach  diesen  drei  Richtungen  zu  treffende  Auswahl  und  Behandlung
  bemißt  sich  streng  nach  dem  Lehrziele;  belanglose  Einzelheiten,
namentlich  unnütze  Formalien,  sind  aus  dem  Lehrstoff  zu  beseitigen.

Kurz  zu  erledigen  ist  in  dem  grammatischen  Unterricht  alles
das,  was  im  Lateinischen  bereits  vorweggenommen  ist,  insbesondere  die
allgemeinen  Begriffsbestimmungen.  Bei  der  Wahl  der  Grammatik  ist
darauf  zu  achten,  daß  ihr  syntaktischer  Aufbau  mit  der  daneben  gebrauchten
  lateinischen  Grammatik  im  wesentlichen  übereinstimmt.  Die
schriftlichen  Ubungen  sollen  hauptsächlich  der  Einübung  der  Formen
und  Regeln,  auf  der  Oberstufe  auch  der  Lektüre  dienen.  Für  die  in
der  Klasse  anzufertigenden  Übersetzungen  in  das  Griechische  gilt  dasselbe
  wie  im  Lateinischen  (s.  S.  30);  Fehlern  gegen  die  Akzentlehre
ist  bei  der  Beurteilung  dieser  Arbeiten  eine  entscheidende  Bedeutung

Lehrpläne  2c.  3