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reiche  der  exakten  Wissenschaften.  Diese  Lektüre  wird,  selbst  ab—
gesehen  von  ihrem  allgemein  bildenden  Werthe,  dazu  dienen,  die
Schüler  zum  Verständnisse  fachwissenschaftlicher  Ausdrücke  und  Darstellung
  anzuleiten.  —  In  keiner  von  beiden  Sprachen  ist  Litteraturgeschichte
  zu  lehren,  sondern  es  muß  genügen,  die  erforderlichen,  auf
das  Nothwendigste  zu  beschränkenden  Mittheilungen  daraus  an  die
Lektüre  anzuschließen.

.  ie  Uebungen  im  mündlichen  Gebrauche  der  beiden
Sprachen  haben  an  den  Realgymnasien  und  den  Ober-Realschulen
nicht  die  Aufgabe,  Konversationsfertigkeit  über  Vorgänge  des  täglichen
  Lebens  zu  erzielen.  Bezüglich  der  für  diese  Uebungen  anzuwendenden
  Methode  genügt  es,  auf  die  in  den  Erläuterungen  des
Gymnasial-Lehrplanes  zu  5,  b.  enthaltenen  Bemerkungen  zu  verweisen.
  Aus  der  an  den  Realanstalten  dem  Unterrichte  in  den
modernen  Sprachen  gegebenen  größeren  Ausbreitung  ergiebt  sich  ein
größerer  Umfang  und  ein  höheres  Ziel  der  fraglichen  Uebungen.
An  den  Ober-Realschulen  treten  zu  denselben  in  der  Prima  für  das
Französische  noch  hinzu  kleinere  vorbereitete  Vorträge  über  Gegenstände,
  welche  den  Schülern  aus  dem  Unterrichte  hinlänglich  bekannt
  sind.  —  In  der  Regel  wird  hiernach  für  die  Uebungen  im
mündlichen  Gebrauche  die  französische  Sprache  um  etwas  vor  der
englischen  bevorzugt  werden;  indessen  können  lokale  Verhältnisse
eine  Aenderung  in  dieser  Hinsicht  begründen.

Zu  6  und  7.

a.  Für  diesen  Unterricht  gelten  im  Wesentlichen  dieselben  Bemerkungen
  wie  für  den  Lehrplan  der  Gymnasien.  Durch  den  ganzen
Lehrplan  der  Realanstalten  ist  es  jedoch  bedingt,  daß  in  der  griechischen
  und  der  römischen  Geschichte  der  Umfang  des  Unterrichtes  auf
der  oberen  Stufe  hier  mehr  beschränkt  wird  (auf  ein  Jahr  in
Sekunda,  während  am  Gymnasium  beide  Jahre  dieser  Klasse  der
alten  Geschichte  zufallen)  und  die  mittlere  und  neuere  Geschichte
in  den  Vordergrund  treten.  Wie  an  dem  Gymnasium  steht  auch
hier  die  vaterländische  Geschichte  im  Mittelpunkte,  und  die  der  anderen
  europäischen  Staaten  kommt  nur  in  Betracht,  soweit  fie  für
die  erstere  von  Bedeutung  ist.  Bei  dieser  Einflechtung  muß  aber
die  französische  und  englische  Geschichte  an  den  Realanftalten  eine
größere  Berücksichtigung  erfahren,  um  die  Einführung  der  Schüler
in  die  Litteratur  dieser  Völker  zu  erleichtern.  Für  die  Mittheilung
von  Thatsachen  und  Jahlen  ist  auch  hier  besonnenes  Maßhalten
dringend  nothwendig  und  die  eingehendere  Bekanntschaft  mit  einzelnen
  Abschnitten  nur  durch  die  Lektüre  zu  vermitteln.

b.  In  den  Klassen  VI  bis  III  werden  je  zwei  Stunden  auf
den  geograpbischen  Unterricht  verwendet.  Von  den  drei  für  Geschichte
  und  Geographie  in  Sekunda  bestimmten  Lehrftunden  ist