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eine  der  ergänzenden  und  erweiternden  Repetition  des  geographischen
Wissens  zu  widmen.  Wenn  der  geschichtliche  und  geographische
Unterricht  in  einer  Hand  liegen,  ist  es  unbenommen,  die  drei
wöchentlichen  Stunden  abwechselnd  auf  eines  der  beiden  Fächer  zu
verwenden.  Das  Zeugnis  über  die  Kenntnisse  in  der  Geographie,
welches  ein  Schüler  bei  seiner  Versetzung  nach  Prima  erhalten  hat,
ist  seiner  Zeit  in  das  Reifezeugnis  aufzunehmen.

Zu  8.

a.  Der  Rechenunterricht  hat  Sicherheit  und  Geläufigkeit  in
den  Operationen  mit  Ziffern  zu  erstreben  und  den  arithmetischen
Unterricht  auf  diese  Weise  vorzubereiten.  Die  Anwendung  auf  die
Verhältnisse  des  praktischen  Lebens  ist  mehr,  als  an  vielen  Realanstalten
  geschieht,  auf  die  einfacheren  zu  beschränken,  dagegen  sind
die  schwierigeren  (namentlich  kaufmännischen),  deren  Verständnis
den  Schülern  dieser  Klassen  fern  liegt  und  darum  trotz  aller  Bemühungen
  des  Lehrers  nicht  zur  vollen  Klarheit  gebracht  wird,  von
dem  Unterrichte  auszuschließen.  Der  eigentliche  Rechenunterricht
wird  in  der  Regel  in  der  Untertertia  mit  Wiederholung  der  früheren
  Pensa  seinen  Abschluß  finden,  die  Sicherheit  im  praktischen
Rechnen  ist  aber  bei  den  Schülern  durch  Uebungen  im  arithmetischen
  Unterrichte  zu  erhalten.  —  Bezüglich  der  in  Quinta  neben  dem
Rechenunterrichte  vorzunehmenden,  für  den  Unterricht  in  der  Geometrie
  vorbereitenden  Uebung  im  Zeichnen  geometrischer  Figuren
wird  auf  die  Erläuterungen  zu  dem  Gymnasial-Lehrplane  9,  d.
verwiesen.

b.  Der  Umfang  des  mathematischen  Unterrichtes  ist  nach
Stundenzahl  und  Lehraufgabe  im  Wesentlichen  ungeändert  gelassen;
nur  sind  die  Elemente  der  Integralrechnung  ganz  beseitigt  und  diejenigen
  der  Differentialrechnung  und  der  analytischen  Geometrie  des
Raumes  nur  an  den  Ober-Realschulen  als  statthaft  (aber  nicht  als
unbedingt  erforderlich)  gelassen  worden.  Das  Pensum  läßt  sich
innerhalb  dieser  Grenzen,  wie  die  Erfahrung  bewiesen  hat,  auch  bei
mäßiger  begabten  Schülern  zu  vollem  Verständnisse  bringen.  Der
weitere  Ausbau  der  einzelnen  Disziplinen  wird  nach  den  einzelnen
Jahrgängen  einer  Schule,  namentlich  in  den  oberen  Klassen,  etwas
verschieden  sein,  in  den  Ober-Realschulen  bei  der  größeren  Stundenzahl
  etwas  weiter  gehen,  als  in  den  Realgymnasien.  Im  Allgemeinen
  ist  aber  darauf  zu  achten,  daß  auf  Sicherheit  der  Kenntnisse
und  Gewandtheit  in  deren  Anwendung  das  Hauptgewicht  zu  legen
ist,  und  daß  dieser  Gesichtspunkt  bei  der  Auswahl  des  Lehrstoffes
maßgebend  sein  muß.  So  ist  z.  B.  bei  der  sphärischen  Trigono—
metrie  nicht  die  Herleitung  und  Einübung  der  in  den  meisten  Lehrbüchern
  gegebenen  Formeln  erforderlich,  sondern  es  genügt,  wenn
die  Schüler  die  ersten  Sätze  richtig  aufgefaßt  haben  und  dadurch

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