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wichtigeren  Elementen  und  ihren  Verbindungen  und  Verständnis
der  allgemeinen,  den  Prozessen  zu  Grunde  liegenden  Gesetze  auch
bei  geringerer  Stundenzahl  recht  wohl  erreicht  werden.

c.  Das  Urtheil  über  die  praktischen  Arbeiten  der  Schüler  im
Laboratorium  lautet  auch  von  Seiten  der  Fachmänner  noch  sehr
verschieden.  Während  die  einen  auf  diese  praktischen  Uebungen  im
Anschlusse  an  den  Unterricht  großen  Werth  legen,  sehen  andere  darin
nur  nutzlose  Spielerei,  welche  noch  dazu  zur  Ueberschätzung  des  eigenen
  Wissens  führe.  Daß  die  praktischen  Uebungen  in  solche  Spielereien
  ausarten  können,  ist  unzweifelhaft,  aber  ebenso  gewiß  andererseits,
  daß  bei  zweckmäßiger  Leitung  eine  im  Laboratorium  im  Anschlusse
  an  den  Unterricht  ausgeführte  leichtere  Arbeit  denselben  pädagogischen
  Werth  hat,  wie  die  Lösung  einer  mathematischen  Aufgabe.
Es  liegt  darnach  weder  Grund  vor,  diese  Uebungen  vom  Unterrichte
geradezu  auszuschließen,  noch  auch  dieselben  von  allen  Schülern  zu
fordern.  Die  Schule  wird  denjenigen,  welche  Interesse  dafür  haben,
die  Gelegenheit  dazu  bieten,  sie  wird  aber  in  den  oberen  Klassen,
in  welchen  diese  Arbeiten  allein  möglich  sind,  die  allgemeinen  Forderungen
  auf  das  Nothwendigste  beschränken  müssen,  um  der  indiiduellen
  Neigung  einen  gewissen  Spielraum  zu  lassen.

Zu  12.

Im  Freihandzeichnen  ist  das  Zeichnen  nach  Vorlegeblättern
möglichst  auf  Flachornamente  zu  beschränken  und  auf  Veränderum
des  Maßstabes  Rücksicht  zu  nehmen.  Das  Messen  am  Modell  um
jede  Benutzung  mechanischer  Hilfsmittel,  wie  Zirkel  und  Lineal,  ist
beim  Freihandzeichnen  gänzlich  zu  vermeiden.  Für  das  Körperzeichnen
  ist  der  Einzelunterricht  anzustreben.

Der  Stoff  des  Unterrichtes  vertheilt  sich  in  folgender  Weise.
Für  die  beiden  unteren  Klassen:  Zeichnen  ebener  geradliniger  und
krummliniger  Gebilde  nach  Vorzeichnung  des  Lehrers  an  der  Schul—
tafel  und  nach  gedruckten  Wandtafeln.  —  In  den  folgenden  Klassen:
Zeichnen  nach  einfachen  und  schwierigeren  Holzmodellen  und  Geräthen
im  Umrisse.  Erst  wenn  im  Umrißzeichnen  Sicherheit  erzielt  worden
ist,  wird  die  Wiedergabe  von  Licht  und  Schatten  an  einfachen  Gipsmodellen
  geübt  und  werden  weiter  plastische  Ornamente  nach  Gipsabgüssen,
  auch  lebende  Pflanzen  nach  der  Natur  im  Umrisse  oder  mit
einfacher  Schattirung  dargestellt.  —  Bei  dem  Zeichnen  ist  vorzugsweise
  auf  die  Verwendung  des  Bleistiftes  zu  halten;  auf  der  oberen
Stufe  wird  auch  die  Anwendung  der  Feder  empfohlen.

Sind  für  das  Freihandzeichnen  4  Stunden  verfügbar,  so  tritt
hinzu:  Farbige  Darstellung  von  Flächenverzierungen,  Zeichnen  nach
kunstgewerblichen  Gegenständen  und  Uebung  im  Stizziren  nach
Ornamenten.  —

Im  Linearzeichnen:  Uebung  im  Gebrauche  von  Zirkel,  Lineal