— 81 — a. in die Zahlenlehre oder Arithmetik, welche sich nur mit den Zahlen beschäftigt und zugleich die Grundlage der ganzen Wissen- schaft bildet, und b. in die Größenlehre oder Geometrie, welche die Be- ziehungen der Größen unter sich untersucht. Je nachdem sich die Größenlehre nun mit Flächen oder Körpern beschäftigt, zerfällt sie in die Unterabtheilungen: 1. Flächenvermessung oder Planimetrie; 2. Körpervermessung oder Stereometrie. a. Bablenlehre oder Mritbmetik. 61. Allgemeine Begriffe. Rechnen ist die Kunst, aus gegebenen Zahlen unbekannte Zahlen zu finden; die gesuchten unbekannten Zahlen nennt man das Ergeb- niß oder Resultat; man gelangt zum Resultate durch vier Haupt- rechnungsarten — das Addiren, das Subtrahiren, das Multipliciren und Dividiren —, auch die vier Species genannt, welche hier als be- kannt vorausgesetzt werden dürfen. In der Einleitung haben wir gesehen, daß die Einheit eine Größe ist, mit welcher man benannte Zahlen mißt; denkt man sich diese Einheit in mehrere gleiche Theile getheilt oder gebrochen, so bildet jeder dieser Theile einen sogenannten Bruch, und die Zahl, welche denselben aus- drückt, ist eine gebrochene Zahl. Ist die Einheit z. B. in acht gleiche Theile getheilt, also in acht Theile oder kürzer in Achtel, so bilden 1 2 3 4 7 8 8’ 8° 8°8 8’ 8 schreibt. Diejenige Zahl, welche die Theile nennt, in welche die Ein- heit getheilt wurde, steht unter dem Strich und heißt Nenner, die- jenige Zahl, welche die Theile der Einheit zählt, steht über dem Strich und heißt Zähler. Ist Nenner und Zähler gleich wie oben in dem Brüche, welche man in der angegebenen Weise Bruch .# so haben wir wieder die Einheit; ein jeder derartiger Bruch ist gleich 1. Zeigt ein Bruch im Zähler eine größere Zahl als im Nenner, so erhalten wir eine größere Zahl als 1 oder einen soge- nannten unechten Bruch. Jeder unechte Bruch besteht demnach aus Westermeier, Leitfaden. 7. Aufl.