— 350 — und eine Wolllaus (Chermes fagi), ferner der Frost hervor. Der Kiefernblasenrost (Peridermium pini) erzeugt den Kiefernkrebs, Kienzopf; der Kieferndreher (Caeoma pinitorquum) tödtet oft 1—20jährige Kiefern. Die Mittel, um Fehler, Schäden und Krankheiten zu verhüten, liegen einzig in einer richtigen waldbaulichen Begründung und Pflege der Bestände, vor Allem in der richtigen Auswahl des Standorts für jede Holzart; es werden dann die Waldbäume sich kräftig entwickeln und den Angriffen ihrer zahlreichen Feinde siegreichen Widerstand leisten. Wo sich bei der Fällung an Nutzholzstämmen Fehler zeigen, müssen dieselben aufgedeckt werden, namentlich alle Ueberwallungen, Wülste und Kappen müssen frei gehauen werden, damit die Käufer sich von dem Schaden überzeugen können und nicht nachher begründete Beschwerde führen, daß ihnen Fehler verheimlicht seien und ihnen krankes fehlerhaftes Holz als gesundes Holz verkauft sei. I. Hauptnutzung. A. Gewinnung des Hoöolzes. a. Organisation der Holzhauer. 8 254. 1. Annahme der Holzhauer. Um das zu fällende Holz in entsprechender Weise vom Boden zu trennen und für den Gebrauch zurichten zu können, muß man ein zu- verlässig und technisch geübtes Holzhauercorps in ausreichender Anzahl zur Hand haben. Es hat die größten Vortheile, wenn man immer dasselbe Personal sich erhält und man sucht deshalb die Holzhauer nicht nur durch aus- reichenden Verdienst, sondern auch durch Gewährung mancher Vortheile, wie Ueberlassung von billigen Pachtländereien, Waldweide, allerlei Nebennutzungen, ferner durch festere Organisation, Belohnungen 2c., vor Allem aber durch eine richtige angemessene Behandlung an sich und den Wald zu fesseln resp. sie in eine engere Genossenschaft zu bringen. Bei der Annahme von Holzhauern muß man nicht nur auf tüchtige Arbeitskraft und gute Leistungen sehen, sondern auch auf Unbescholtenheit und Zuverlässigkeit, namentlich müssen dieselben durch- aus ehrlich und nüchtern sein. Ob bei der Annahme mit den Holz-