— 353 — welche zum Bearbeiten im Rohen dient und eine doppelseitige Zu- schärfung der Schneide hat, das Beil, welches mehr zum Entästen und Reinigen dient und nur eine Schneidenschärfung hat und die mit einer Hand zu führende kleine mehr haumesserähnliche Heppe. Axt und Beil (vergl. Figur 132, 133) bestehen aus der eigentlichen Agt — Beil und dem in das Oehr des hinteren Theils — Haus oder Haube genannt — eingesteckten Helm (Stiel); der Vordertheil der Axt setzt sich aus den beiden zusammengeschweißten Blättern zu- sammen, die vorn gut gestählt sein müssen und in die Schneide auslaufen. Am meisten empfehlen sich Aexte mit etwas geschwungenem und unten verdicktem (Nasel) Helm mit einer von der Schneide sich etwas ab- wendenden Richtung, weil der Hieb dadurch wurfartiger und kräftiger wird, auch die Arme am wenigsten erschüttert werden. Man hat —— il Figur 132. FiguUur 1. zuweilen zweierlei Aexte, die leichtere Fällaxt und die schwerere Spaltaxt. Das Beil kommt bei den Holzhauern seltener vor, es ist das Hauptinstrument des Zimmermanns. Die Heppe (Faschinenmesser) kommt hauptsächlich beim Entästen und im Niederwaldhiebe vor. Zum Spalten bedient man sich der schweren Spaltaxt und eiserner oder hölzerner Keile; mit ersteren arbeitet man besser, doch springen sie leichter aus; die hölzernen Keile fertigen sich die Arbeiter aus zähem Hainbuchen= oder Buchenholz und lassen meist oben einen eisernen Ring umlegen; hölzerne Keile werden mit der Axthaube, eiserne mit eigenen Holzklöppeln eingetrieben. Die Waldsägen unterscheidet man folgendermaßen: 1. Nach der Art der Befestigung des Griffes: A. Oehrsägen: An den Enden des Sägeblattes sind Oehre zum Durchstecken der Holzgriffe angenietet. (Figur 136.) Westermeier, Leitfaden. 7. Aufl. 23