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3.  Mein  Gott,  ich  bin  noch  schwach  und  klein,
laß  mich  dein  liebes  Kindlein  sein
und  mache  mich  recht  gut  und  fromm,
daß  ich  zu  deinen  Engeln  komm'!  Amen.

3.  Der  Morgen.
Steht  auf,  ihr  lieben  Kinderlein!
Die  Sonne  kommt  mit  hellem  Schein,
beginnt  am  Himmel  ihren  Lauf
und  weckt  die  kleinen  Kinder  auf.

Die  Nacht  ist  vorüber,  und  es  wird  wieder  hell.
Schon  früh  haben  die  Hähne  den  Tag  verkündigt.  Die
Morgenglocken  läuten.  Die  Vögel  verlassen  ihre  Nester
und  zwitschern  auf  den  Bäumen.  Die  Bienen  fliegen  aus
ihrem  Stocke  und  sammeln  aus  den  Blüten  süßen  Honig.
Die  Tauben  suchen  sich  auf  dem  Felde  ihr  Futter.  Auf
den  Wiesen  glänzen  helle  Tautropfen.

Auch  die  Menschen  sind  vom  Schlafe  erwacht.  Sie
danken  dem  lieben  Gott  für  den  erquickenden  Schlummer.
Dann  begeben  sie  sich  neugestärkt  an  ihre  Arbeit.  Wir
Kinder  aber  gehen  froh  zur  Schule.

4.  Zu  spät.

Rudolf  ging  in  die  Schule.  Unterwegs  kam  er  an
einem  großen  Schaufenster  vorbei;  darin  stand  ein  Glaskasten
  mit  lebendigen  Fischen.  Rudolf  blieb  stehen;  denn
in  dem  Glaskasten  ging  es  sehr  lustig  zu.  Kleine  und
große  Fische  schwammen  da  auf  und  nieder  und  trieben
lustige  Spiele.  Rudolf  freute  sich  sehr  darüber  und  konnte
sich  nicht  satt  sehen;  dabei  vergaß  er  aber  die  Schule.