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daß  sie  ohne  Sorg’'  und  Mühe
fröhlich  sind  im  Tageslauf?  —
Gott  im  Himmel  hat  an  allen
seine  Lust,  sein  Wohlgefallen,
kennt  auch  dich  und  hat  dich  lieb.

8.  Der  Abend.

1.  Der  Abend  ist  gekommen,  das  Glöcklein  ruft  zur  Ruhl,
der  Hirte  mit  den  Schäflein  zieht  froh  dem  Dorfe  zu.

2.  Der  Bauer  treibt  vom  Felde  die  Kühe  still  nach  Haus,
die  Mutter  an  dem  Herde  kocht  schon  den  Abendschmaus.

3.  Die  Taube  fliegt  zum  Schlage,  das  Huhn  schläft  schon
im  Stall;
ein  Sternlein  seh'  ich  blinken,  und  still  wird's  überall.

4.  Das  Vöglein  in  dem  Walde  schlüpft  müde  in  sein  Nest;
das  Kindlein  in  der  Wiege,  das  schläft  schon  süß  und  fest.
5.  Der  Abend  ist  gekommen,  das  Glöcklein  ruft  zur  Ruh',

und  alles,  nah  und  ferne,  schließt  müd  die  Augen  zu.

6.  Nur  Gott,  der  treue  Hüter,  der  schläft  und  schlummert
  nicht,
sein  Aug'  ist  nie  geschlossen,  ist  ewig  wach  und  licht.
7.  Er  sendet  tausend  Engel  wohl  in  der  stillen  Nacht,
die  halten  bei  den  Frommen  auf  Erden  treue  Wacht.

8.  Sie  decken  mit  den  Flügeln  die  Kindlein  schützend  zu,
sie  singen  holde  Träume  und  bringen  süße  Ruhl.