2.  Kuckuck,  Kuckuck  läßt  nicht  das  Schrein:
„Kommt  in  die  Felder,
Wiesen  und  Wälder!
Frühling,  Frühling,  stelle  dich  ein!“

3.  Kuckuck,  Kuckuck,  trefflicher  Held!
Was  du  gesungen,
ist  dir  gelungen:
Winter,  Winter  räumet  das  Feld.

15.  Das  Nest  des  Rotschwänzchens.

Das  Rotschwänzchen  wollte  gern  ein  Nest  bauen  und
konnte  keinen  Platz  finden.  Es  flog  in  dem  ganzen  Garten
umher  und  um  das  ganze  Haus  herum;  jedoch  es  konnte
nichts  entdecken,  was  ihm  paßte.  Endlich  sah  es  eine  Ritze
in  der  Mauer.  Da  es  fand,  daß  sie  weit  genug  war  zum
Hinein-  und  Herausschlüpfen,  sagte  es  zu  seinem  Männchen:
„Komm,  wir  wollen  uns  Heu  suchen  und  unser  Nest
bauen!“

Und  sie  suchten  Heu  und  weiche  Federn  und  machten
ein  rundes  Nest.  Dann  legte  das  Rotschwänzchen  fünf  Eier
in  das  Nest.  Und  nun  brüteten  sie  abwechselnd  auf  den
Eiern.  Wenn  das  Weibchen  ausflog,  brütete  das  Männ—
chen;  und  wenn  das  Männchen  Futter  holte,  brütete  das
Weibchen.

Nach  einigen  Wochen  krochen  fünf  niedliche  Junge
aus  den  Eiern;  die  waren  noch  nackt  und  ohne  Federn.
Aber  die  Alten  wärmten  und  fütterten  sie.  Und  sie  hatten
ihre  Freude  an  den  Jungen  und  hatten  sie  sehr  lieb.