4.  O  m  binauf  nach  d  dem  neste  bim
Fünf  junge  Schwälbchen  sitzen  darin.

5.  Zehn  Auglein  blicken  daraus  hinauf,
fünf  kleine  Schnäbel  sperren  sich  auf.

6.  Die  Schwalbenmutter  fliegt  hin  und  her;
fünf  Kindlein  zu  füttern,  das  ist  schwer.

7.  Fliegt  ab  und  zu,  von  des  Morgens  früh
bis  zum  Abend  sorgt  für  die  Kleinen  sie.

8.  Sie  ruht  nicht  eher,  bis  alle  satt.
O  was  für  Müh'  eine  Mutter  hat!

20.  Die  freigelassene  Schwalbe.

„Mutter,  ich  habe  etwas  Schönes  in  meiner  Tasche“,
rief  der  kleine  Joseph  und  tanzte  vor  Freuden  dazu.
„Was  hast  du  denn?"  fragte  die  Mutter.  „Eine  Schwalbe
habe  ich;  Nachbars  Christian  hat  sie  mir  geschenkt.  Er
hat  sie  auf  seinem  Saale  gefangen.“

Mutter:  „Ach  so!  —  Und  Christian  hat  dir  das  Vöglein
  gegeben,  daß  du  es  besehen  und  dann  fliegen  lassen
sollst?“

Joseph:  „Nein,  Mutter,  nicht  fortfliegen  lassen,  ich
will  es  behalten.  Ich  habe  einen  Käfig  auf  dem  Boden,
in  den  will  ich  das  Vöglein  hineinsetzen.“