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Liedern  mach  dir  dann  dein  Lied.  Dann  wirst  du  sehen,
wie  dich  die  Menschen  loben  werden,  wenn  du  singst.“

Die  Nachtigall  flog  fort  und  lernte  von  der  Lerche
das  Trillern,  von  der  Amsel  das  Pfeifen,  von  der  Wachtel
das  Schlagen  und  von  dem  Rotkehlchen  das  sanfte  Flöten.
Das  alles  setzte  sich  die  Nachtigall  zusammen  und  machte
sich  das  Nachtigallenlied  daraus.  Und  als  nun  die  Nachti—
gall  anfing  zu  singen,  staunten  alle  Leute  und  blieben  mitten
auf  dem  Wege  stehen  und  sahen  sich  um  nach  dem  schönen
Sänger.

Seitdem  ist  die  Nachtigall  der  Liebling  der  Menschen
geworden,  und  sie  nennen  sie  die  Königin  unter  den  Sing—
vögeln.

22.  Rätsel.
1.  Ich  kenne  einen  Handwerksmann,  hat  fünf  Gesellen,
die  fassen  miteinander  an,  und  flink  ist  alles  Werk  getan.
2.  Es  wird  für  mich  am  Tag  gemacht,
doch  brauch'  ich's  erst  in  dunkler  Nacht.

23.  Die  Wiese.

Gleich  vor  dem  Orte  liegen  an  der  Landstraße  grüne
Wiesen.  Wie  schön  ist  es,  darüberzugehen!  Man  fühlt,
daß  man  nicht  auf  harte  Straßensteine  tritt,  sondern  auf
weiches  Gras.  Im  Frühling  gehe  ich  besonders  gern  auf
die  Wiese.  Das  junge  Gras  ist  hellgrün;  es  steht  aufrecht.
Das  lange  Gras  ist  dunkelgrün;  die  Halme  sind  umge—
bogen.  Wenn  der  Wind  darüberweht,  zittert  jeder  Halm.

Bald  finde  ich  auf  der  Wiese  auch  die  hübschen  weißen
  Blumen  mit  dem  gelben  Kreis  in  der  Mitte.  Diese
Blumen  sind  rot  gestreift,  wenn  sie  noch  Knospen  sind.
Sie  heißen  Gänseblümchen  oder  Marienblümchen.  Ich
pflücke  sie  oft.  Im  Mai  blühen  große  goldgelbe  Blumen
in  Menge  auf  der  Wiese.  Mutter  nennt  sie  Kuhblumen