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Menschen,  Tiere  und  Gewächse  erquickt.  Oft  ziehen  schwere
Gewitterwolken  am  Himmel  daher.  Dann  blitzt  und  donnert
es  gewaltig,  der  Sturm  braust,  und  der  Regen  stürzt  in
Strömen  vom  Himmel.  Unzählige  Blumen  schmücken  jetzt
Wald  und  Feld.  Das  Gras  auf  den  Wiesen  wird  gemäht.
Die  Kirschen  und  viele  Beeren  reifen.  Das  Getreide  färbt
sich  gelb  und  wird  vom  Landmann  eingeerntet.  Überall
ist  frohes  Leben.

42.  Der  Strohmann.

Ein  Bauer  hatte  einen  gar  schönen  Weizenacker.  Die
Ahren  waren  voll  Körner,  und  die  Körner  waren  beinahe
reif.  Da  kamen  die  bösen  Spatzen  und  fraßen  die  Körner.
Und  wenn  sie  es  so  fort  getrieben  hätten,  so  hätte  der
arme  Mann  gar  nichts  bekommen.  Da  ging  er  des  Morgens
  früh  hinaus,  um  auf  die  Spitzbuben  zu  schießen.
Aber  als  er  hinkam,  waren  sie  schon  da  gewesen,  denn  die
Spatzen  stehen  noch  früher  auf  als  die  Bauern.  Und  sie
hatten  ihm  schon  wieder  ein  Stück  Weizen  aufgefressen;  sie
saßen  nun  auf  des  Nachbarn  Kirschbaum  und  naschten  Kirschen.
  Der  Bauer  dachte  nach,  was  er  machen  wollte.
Auf  einmal  fiel  ihm  ein  Mittel  ein.  Als  er  nach  Hause
kam,  nahm  er  einen  Stock,  so  groß  wie  ein  Mensch,  und
wickelte  Stroh  darum,  bis  er  dick  genug  war;  dann  machte
er  ihm  zwei  Arme,  zog  ihm  seinen  alten  Rock  an  und
setzte  ihm  seinen  alten  Hut  auf.  Darauf  gab  er  ihm
noch  eine  große  Peitsche  in  die  Hand.  Als  die  Spatzen
schlafen  gegangen  waren,  nahm  er  das  Ding  und  trug  es
hinaus.  Er  stellte  es  mitten  in  seinen  Weizenacker,  gerade
als  wenn  es  ein  lebendiger  Mann  sei.  Den  andern  Morgen,
  sobald  die  Spatzen  aufwachten,  flogen  sie  eiligst  nach