Es  hat  'nen  Kopf  mit  starken  Haaren

und  nur  ein  einzig  dünnes  Bein.
5  Nach  unten  ist  der  Kopf  gewendet,

nach  oben  streckt  sein  Bein  es  aus.

So  führt  man  es  oft  durch  die  Stube

und  wohl  auch  durch  das  ganze  Haus.

Nur  wenn  man's  führt,  kann's  sich  bewegen,
10  alleine  kann  das  Ding  nicht  gehn;

es  bleibt  vielmehr  ganz  stumm  und  stille

in  einer  dunkeln  Ecke  stehn.

50.  Gäste  im  Garten.

Der  Garten  hat  im  Frühling  und  Sommer  alle  Tage
Gäste.  Die  Kinder  gehen  gern  in  den  Blumengarten.  Da
haben  sie  viele  Freude  an  den  schönen  Farben  und  an  dem
lieblichen  Dufte  der  Blumen.  Für  den  Sonntag  wird  ein
zierliches  Sträußchen  gewunden,  das  die  blank  gescheuerte
Stube  schmücken  soll.  Auch  den  Obstgarten  lieben  die  Kinder.
Dort  springen  sie  gern  unter  den  Bäumen  im  Grase  umher
oder  ergötzen  sich  an  muntern  Reigen  und  andern  Spielen.
Und  wie  herrlich  schmeckt  dann  das  reife  Obst,  das  von  den
Bäumen  gefallen  ist!

Auch  noch  andere  Gäste  finden  sich  im  Blumen=  und
Obstgarten  ein.  Im  Frühjahr  kommt  das  Räupchen  und
sagt:  „Hier  ist  mein  Tisch  gedeckt"  und  fängt  an  zu  essen.
Wenn  der  Kirschbaum  blüht,  kommt  das  Bienlein  und
sagt:  „Hier  ist  auch  etwas  für  mich“  und  trinkt  süßen
Honigseim;  den  trägt  es  emsig  in  die  Zellen  seines  Häusleins.
  Wenn  die  Kirschen  reif  sind,  kommt  das  Spätzlein.
Das  sagt  gar  nichts,  sondern  setzt  sich  auf  die  Zweige
mitten  zwischen  die  roten  Kirschen  und  frißt  tapfer  drauf-