dem  Fahrweg  liegt.  Die  Scherbe  hat  den  Schlauch  zer—
schnitten.  Armer  Radfahrer,  was  machst  du  jetzt?  Wieder
ist  er  abgestiegen,  wieder  führt  er  sein  stählernes  Pferd  am
Zügel.  Aber  das  Pferd  ist  jetzt  krank,  und  der  Radfahrer
macht  ein  langes  Gesicht.  Er  wollte  so  schnell  radeln;
nun  muß  er  sich  eine  ruhige  Straße  suchen  und  sein  Zweirad
  flicken.  „Siehst  du,“  sagt  der  Fußgänger,  „ietzt  lachst
du  mich  nicht  mehr  aus!  Jetzt  lauf  ich  an  dir  vorbei!"

66.  Die  Straßenbahn.

Horch!  Es  läutet  eine  lärmende  Glocke:  Bim,  bim,
bim!  Das  ist  die  Glocke  der  Straßenbahn!  Sieh,  jetzt
biegt  der  Wagen  um  die  Ecke!  Er  rumpelt  und  rüttelt
nicht  wie  die  andern  Wagen  über  das  Straßenpflaster.  Er
rollt  auf  eisernen  Schienen.  —  Was  für  ein  merkwürdiger
Wagen!  Ohne  Pferde  schießt  er  pfeilschnell  durch  die
Straßen.  Eine  elektrische  Maschine,  die  wir  nicht  sehen
können,  treibt  ihn  vorwärts.  Ein  Führer  steht  vorn  auf
dem  Wagen.  Er  dreht  eine  Kurbel.  Dreht  er  die  Kurbel
zurück,  so  steht  der  Wagen;  dreht  er  sie  vorwärts,  so  fängt
der  Wagen  wieder  an  zu  laufen.  Je  weiter  er  die  Kurbel
vorwärts  dreht,  desto  schneller  fährt  der  Wagen.  Dabei
läutet  der  Führer  mit  einer  großen  Glocke.  Die  Leute
sollen  den  Weg  freimachen.

Jetzt  aber  klingt  ein  feines  Glöckchen.  Der  Führer
dreht  die  Bremse  fest;  der  Wagen  steht.  Einige  Fahrgäste
steigen  aus,  andere  steigen  ein.  Ein  Mann  in  einem  Rocke
mit  buntem  Kragen  und  blanken  Knöpfen  hilft  den  alten
Leuten  heraus  und  hinein.  Das  ist  der  Schaffner.

Jetzt  tönt  das  Glöckchen  wieder.  Der  Führer  löst  die
Bremse,  und  der  Wagen  fährt  weiter.  Nun  teilt  der
Schaffner  die  Fahrscheine  aus  und  sammelt  das  Geld  dafür
  ein.