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sie  Kartoffelfeuer,  und  das  Obst  können  sie  gleich  vom
Baume  pflücken.  Ja,  auf  dem  Lande  gibt  es  manches,
was  die  Stadt  nicht  hat.

72.  Das  Gewitter.

Heute  ist  es  gar  so  schwül.  Menschen  und  Tiere  verschmachten
  fast.  Es  wird  wohl  ein  Gewitter  kommen.
Wolken  steigen  auf.  Wild  fährt  der  Wind  durch  die  Bäume.
Hoch  wirbelt  der  Staub  in  die  Luft.  In  der  Ferne  rollt
der  Donner.  Es  blitzt.  Horch,  schon  ist  der  Donner  näher!
Starke  Regentropfen  fallen.  Es  fängt  an  heftig  zu  regnen.
Sogar  Hagel  ist  daruntergemischt.  Blitz  und  Donner  folgen
  sich  schnell.  Die  Leute  eilen  in  die  Häuser;  sie  sind
voll  Angst.  Sie  beten,  der  liebe  Gott  wolle  Schaden  und
Unglück  abwenden.  Und  gottlob!  das  Gewitter  zieht  weiter.
Der  Regen  hört  auf.  Freundlich  scheint  die  Sonne  wieder.
Alles  ist  erfrischt.  Alles  dankt  Gott  für  seinen  Schutz.

73.  Die  Kinder  und  der  Mond.

Die  Sonne  war  untergegangen,  und  es  wollte  schon
dunkel  werden.  Aber  noch  waren  nicht  alle  Kinder  zu
Hause  bei  ihrer  Mutter.  Zwei  Kinder  waren  noch  auf
dem  Felde.  Sie  hatten  über  dem  Spiel  vergessen,  daß
man  nach  Hause  kommen  muß,  ehe  es  dunkel  wird.  Als
es  nun  aber  immer  mehr  Nacht  wurde,  da  wurde  ihnen
bange,  und  sie  weinten;  denn  sie  wußten  den  Weg  nicht
zu  finden.

Auf  einmal  wurde  es  hell  in  den  Bäumen,  und  sie
sahen  ein  rundes  Licht  heraufsteigen;  das  war  der  Mond.
Als  der  die  Kinder  gewahr  wurde,  rief  er:  „Guten  Abend,
Kinder.  Was  macht  ihr  noch  so  spät  auf  dem  Felde?“
Die  Kinder  waren  anfangs  erschrocken.  Als  sie  aber  sahen,
daß  der  Mond  freundlich  lächelte,  faßten  sie  sich  ein  Herz
und  sprachen:  „Ach,  wir  haben  uns  verspätet,  und  nun  finden
  wir  den  Weg  nicht  mehr  zu  unserer  Mutter!“  Und

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