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93.  Der  gute  Bruder.

Wilhelm  stand  vor  der  Gartentür  des  Nachbarn.  Der
rief  den  Knaben  herein  und  schenkte  ihm  zwei  schöne
Pfirsiche,  die  er  soeben  gepflückt  hatte.

Der  Knabe  wollte  schon  einen  davon  essen,  zog  aber
die  Hand  rasch  wieder  vom  Munde  weg.  Er  hatte  zu  Hause
zwei  Schwesterchen,  die  krank  waren  und  im  Bette  lagen.

Als  Wilhelm  nach  Hause  kam,  fragte  er  die  Mutter,
ob  die  kranken  Kinder  Pfirsiche  essen  dürften.  Als  die
Mutter  ja  sagte,  ging  er  hin  und  gab  jedem  Schwesterchen
einen  Pfirsich.  Sie  nahmen  die  Frucht  mit  Freuden  an.
Wilhelm  aber  war  vergnügt,  daß  er  den  Schwesterchen
eine  Freude  gemacht  hatte.

94.  Dienstfertigkeit.

Karl  spielte  einmal  mit  seinen  Kameraden  auf  dem
Rasen  am  Dorfe.  Da  kam  ein  fremder  Herr  und  fragte
die  Kinder,  ob  dies  der  rechte  Weg  zur  nächsten  Stadt  sei.
Schnell  trat  Karl  hervor  und  sprach:  „Ja,  das  ist  der
rechte  Weg.  Aber  etwas  hinterm  Dorfe  kommen  mehrere
Wege.  Ich  will  mit  Ihnen  gehen  und  Ihnen  den  rechten
Weg  zeigen.“

Er  ging  rasch  voran  und  zeigte  dem  Herrn  den  rechten
  Weg.  Da  bedankte  sich  der  Herr  und  wollte  Karl
etwas  zum  Lohne  geben.  Karl  nahm  aber  nichts  an  und
eilte  vergnügt  zum  Spiele  zurück.

95.  Christophorns.  1
Christophorus  war  zuerst  ein  Heide  und  hatte  auch  einen
heidnischen  Namen.  Er  wohnte  in  einer  Hütte  am  Ufer  eines  Flusses.
  Christophorus  war  ein  Riese;  und  da  keine  Brücke  über  den
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