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Er  hat  sich  die  Finger  verbrannt;  und  als  er  schnell
das  Streichholz  wegwarf,  ist  es  auf  das  Bett  gefallen.
Das  hat  zu  brennen  angefangen.  Paul  hat  laut  geschrien.
Da  sind  zum  Glück  die  Nachbarn  dazugekommen  und  haben
das  Feuer  gelöscht.

Aber  Pauls  Vater,  der  am  Abend  müde  von  der  Arbeit
  nach  Hause  kam,  hat  sich  nicht  in  das  Bett  legen  können,
  weil  es  verbrannt  war,  und  hat  an  der  Erde  schlafen
  müssen.

Die  Mutter  hat  viel  geweint.

Paul  hat  auch  nichts  zu  Weihnachten  bekommen.

Hüte  dich  vor  dem  Feuer,  liebes  Kind,  und  sei  deinen
Eltern  immer  gehorsam!

99.  Mutter  beklommt  kein  Geld.

Auf  der  Straße  begegnete  mir  frühmorgens  oft  ein  munterer
  Knabe.  Er  trug  für  einen  Bäcker  die  Semmeln  aus.  Eines
Tages  ließ  ich  mich  in  ein  Gespräch  mit  ihm  ein.  „Mit  dem  Austragen
  verdiene  ich  schon  ein  gut  Stück  Geld",  sagte  der  Knabe,
  und  seine  Augen  leuchteten.  „Mein  Vater  arbeitet  in  einer
großen  Tischlerei,  er  verdient  freilich  viel  mehr.“  „Und  was
tut  denn  deine  Mutter  den  ganzen  Tag!“  fragte  ich.

„Mutter  steht  morgens  als  die  erste  von  uns  auf  und
weckt  mich,  damit  ich  pünktlich  forttomme.  Dann  weckt  sie
meine  Geschwister  und  gibt  ihnen  ihr  Frühstück.  Sind  sie  fort
zur  Schule,  so  wird  Vaters  Tasche  zurechtgemacht  und  sein
Frühstück  hineingepackt.  Unterdes  ist  die  kleine  Luise  aufgewacht,
  die  erst  zwei  Jahre  alt  ist.  Mutter  muß  sie  waschen
und  anziehen.  Dann  macht  Mutter  die  Betten,  räumt  auf  und
kocht  Mittagbrot.  Und  so  geht  es  den  ganzen  Tag  fort.“

„Wieviel  verdienst  du  wöchentlich?“  fragte  ich  weiter.

„Ungefähr  eine  Mark.“

„Und  der  Vater,  wieviel  bekommt  der?“

„Zwanzig  bis  fünfundzwanzig  Mark  die  Woche.“

„Und  was  bekommt  die  Mutter  für  ihre  Arbeit?"“  fragte
ich  zuletzt.  "„