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Da  sah  mich  der  Knabe  groß  an  und  fing  an  zu  lachen.
„Die  Mutter“,  sagte  er,  „arbeitet  doch  nicht  für  Geld.  Die  arbeitet
  doch  nur  für  uns  den  ganzen  Tagl“

100.  Mutter  ist  verreist.

Rosa  sitzt  mit  ihrer  großen  Schwester  Laura  am
Tische.  Sie  ist  traurig,  daf  Mutter  nicht  da  ist.  Mutter
ist  zur  kranken  Großmutter  gefahren.  Eine  ganze  Woche
ist  sie  schon  fort.  Vorgestern  ist  ein  Brief  von  ihr  angekommen.
  Darin  hat  sie  geschrieben,  daß  sie  noch
eine  Woche  bei  Großmutter  bleiben  mufß.

Heute  hat  Laura  einen  Brief  an  Mutter  geschrieben.
Auf  der  letzten  Seite  ist  noch  Platz.  Darauf  soll  Rosa
der  Mutter  einen  Gruß  schreiben.  Sie  schreibt:  „Liebe
Mutter!  lch  bin  immer  artig  gewesen.  Ich  habe  in  der
Schule  immer  alles  gewußt.  Komm  doch  bald  wieder.
Ich  will  auch  zum  lieben  Gott  beten,  daß  er  Großmutter
wieder  gesund  macht.  Deine  Rosa.“

Laura  steckte  den  Brief  in  einen  Umschlag  und
klebte  eine  Freimarke  darauf.  Dann  sagte  sie:  „Komm,
wir  wollen  den  Brief  in  den  Briefkasten  bringen.“  Aber
als  sie  die  Tür  aufmachten,  schrien  beide  laut  auf.
Draufen  stand  Mutter.  Sie  kam  gerade  vom  Bahnhof.
  „O  Mutter,  Mutter!“  riefen  sie;  „wie  schön,  dafß
du  wieder  da  bist!  Ist  Großmutter  schon  wieder  gesund?“
  „Nein,  Kinder,“  sagte  sie,  „Großmautter  ist  noch
nicht  wieder  ganz  gesund.  Aber  Tante  Lene  ist  gestern
zu  ihr  gekommen;  die  will  sie  weiter  pflegen.  Da  bin
ich  schnell  wieder  zu  euch  gefahren.“  „Jetzt  brauchen
wir  auch  den  Brief  nicht  abzuschicken“,  sagte  Rosa.
„Habt  ihr  mir  einen  Brief  geschrieben?"  fragte  Mutter;
„wo  ist  er  denn?“  Laura  gab  Mutter  den  Brief.  Mutter
las  ihn  und  freute  sich,  daßf  die  Kinder  immer  brav
gewesen  waren.