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Er  sammelt  nicht  Vorräte,  sondern  wenn  das  Korn  ein—
geführt  und  auf  den  Stoppeln  nichts  mehr  zu  finden  ist,
dann  hat  er  nichts.  Es  gibt  keinen  so  armen  Mann  im
ganzen  Lande  wie  den  Sperling,  wenn  der  erste  Schnee
draußen  gefallen  ist.  In  seiner  Wohnung  ist  nichts  zu
finden,  und  verdienen  kann  er  sich  auch  nichts.  Er  kann
weder  Holz  hacken  noch  Kartoffeln  schälen,  auch  nicht  fegen
und  kehren  oder  Wasser  tragen.  Nicht  einmal  singen  kann  er.

Doch  findet  er  den  ganzen  Winter  hindurch  sein  Brot.
Auf  dem  Dorfe  geht  er  zu  den  Bauern  und  sieht  zu,  wie
gedroschen  wird.  Dabei  fällt  manches  Körnlein  für  ihn
ab.  In  der  Stadt  lädt  er  sich  bei  armen  wie  bei  reichen
Leuten  zu  Gast.  Wo  Pferde  ihren  Hafer  bekommen,  ist
er  da  und  sagt:  „Ich  darf  doch  mitessen?  Das  wenige,
was  ich  mir  nehme,  macht  ja  nichts  aus.“  Und  wo
einem  Huhn  das  Futter  gestreut  wird,  fliegt  er  auch  her—
bei  und  spricht:  „Du  erlaubst  doch?  Ich  werde  es  dir
wiedergeben  im  Sommer,  wenn  die  Erbsen  reif  sind.“
Überall  ist  er  da,  wo  es  etwas  zu  picken  gibt.

Draußen  ist  kalter  Wintertag.  Auf  dem  Fenstersims
liegt  Schnee.  Da  kommt  er  angeflogen,  reckt  seinen  Hals
und  ruft  in  das  Zimmer  herein:  „Ist  nicht  vom  Mittag
etwas  übriggeblieben?“"

Gehst  du  dann  nicht  hurtig  in  die  Küche  und  holst
ihm  etwas?

109.  Rätsel.
1.

Es  fällt  herab  vom  Himmel,
sieht  weih  aus  wie  ein  Schimmel,
ist  wie  ein  Bettchen  weich,
zerfliebt  zu  Wasser  gleich

5  und  macht  dann  nab  —
was  ist  das?