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2.
Bitte,  rate,  was  ich  weiß:
brennen  kann's  und  ist  nicht  heiß.

110.  Die  Blumen  im  Winter.
Wo  sind  alle  die  Blumen  bin?
Schlafen  in  der  Erde  drin).
weich  vom  Schneebettchen  zugedeckt.
Stille  nur,  daß  sie  niemand  weckt!
5  Ubers  Jahr  mit  dem  Sonnenschein
tritt  der  liebe  Gott  herein,
nimmt  die  Decke  hinweg  ganz  sacht,
ruft:  „Ihr  Kinder,  nun  all  erwacht!“
Da  kommen  die  Köpfchen  schnell  herauf,
10  da  tun  sie  die  hellen  Augen  auf.

111.  Ein  Guckloch  in  der  Scheibe.

O  wie  bitter  kalt  ist  es  draußen!  Wir  haben  Ferien,  denn
morgen  ist  der  heilige  Abend.  Ich  stehe  am  Fenster,  und  das
ist  von  oben  bis  unten  ganz  mit  Eisblumen  bedeckt.  Ich  hauche
und  hauche  gegen  die  Scheibe,  bis  ein  kleiner  feuchter  Fleck  da
ist  und  das  Eis  schmilzt,  und  nun  ist  ein  Guckloch  im  Fenster.

Jetzt  kann  ich  auf  die  Strabe  schen.  Da  geht  ein  Mann,
der  hat  beide  Hände  in  den  Taschen.  Er  zieht  die  Schultern
hoch,  damit  die  Ohren  sich  an  seinem  Mantelkragen  wärmen
können.  Da  kommen  zwei  Knaben;  sie  tragen  Schlittschuhe
über  der  Schulter  und  haben  dicke  Handschuhe  angezogen.
Ein  kleines  Mäddhen  trippelt  dicht  hinter  ihnen  her,  damit  es
etwas  gegen  den  scharfen  Ostwind  geschützt  ist,  der  durch  die
Straßen  fegt.  Kein  Kind  spielt  draußen,  alle  sind  wohl  in  den
warmen  Stuben.  Die  Fenster  in  den  Häusern  gegenüber  sind
fast  alle  zugefroren.  Sieh,  unsere  Milchfrau  kommt  über  die
Straße.  Sie  will  uns  Milch  bringen.  Oh,  wie  sieht  sie  aus!
Sie  ist  ganz  in  Tücher  und  Mantel  eingehüllt.  Nur  ihre  Nasenspitte
  ist  zu  sehen.  Wie  mögen  ihr  wohl  die  Hände  frieren