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Die  Kinder  rücken  noch  dichter  zusammen,  und  Gertrud  fragt:  „War
das  das  Christkind?“

Kuf  einmal  schimmert  unter  der  Tür  ein  heller  Cichtstreifen.
Noch  ein  paar  Kugenbliche,  da  ertönt  nebenan  leise  eine  Klingel.  Die
Tür  geht  auf,  und  im  Wohnzimmer  steht  die  Mutter  und  spricht:
„Kinder,  herein,  das  Christkind  ist  da  gewesen!“  Wie  sie  in  das
Simmer  treten,  steht  auf  dem  Uische  ein  strahlender  Weihnachtsbaum
mit  kipfeln  daran  und  goldenen  und  silbernen  Nüssen.  Neben  dem
Baum  steht  der  Vater  und  lächelt;  denn  unter  dem  Baume  liegen  alle
Sachen,  die  die  Kinder  dem  Thristhindchen  auf  den  Wunschzettel  geschrieben
  hatten.  Da  freuen  sie  sich  und  jubeln  laut.  Und  als  sie
alles  besehen  hatten,  da  faßten  sie  Dater  und  Mutter  an  die  hand.
Dann  stellten  sie  sich  rund  um  den  Baum  und  sangen:

„O  du  frähliche,

o  du  selige,

gnadenbringende  Weihnachtszeit!
Welt  ging  verloren,

Thrist  ward  geboren,

freue,  freue  dich,  o  Thristenheit!“

115.  Baukastenlied.

1.  Kommt  herbei  und  sehet  an,
was  ich  alles  bauen  kannl
Ohne  Winkelmaß  und  Kelle
bau’  ich  Häuser,  Scheunen,  Ställe,
Türm’  und  Schlösser,  groß  und  klein,
brauche  weder  Kalk  noch  Stein.

2.  Kommt  herbei  und  sehet  an,
Was  ich  alles  bauen  kannl
Und  an  jeglichem  Gebäude
hab’  ich  meine  große  Freude.
Doch  wenn  meine  Freud’  ist  aus,
reiß’  ich  nieder  jedes  Haus.

3.  Kommt  herbei  und  sehet  an,
wWas  ich  alles  bauen  kann!
Und  so  reiß’  ich  immer  nieder,
und  so  bau'’  ich  immer  wieder,
bin  zum  Bauen  stets  bereit,
denn  es  kostet  nichts  als  Zeit.