Das  war  ein  Papagei.  Hans  hatte  draußen  im  Walde  schon  viele
Dögel  gesehen,  aber  einen  so  hübschen  nicht.  Er  blieb  mit  Verwun—
derung  stehen  und  schaute  ihn  an.  Dabei  hatte  er  die  hände  in  den
Taschen  und  den  Mund  und  die  Zugen  weit  offen.

Jetzt  rief  der  Papagei  ganz  laut:  „Guten  Tag!  Spitzbub!  Wart,
du  Lecherbub!  Guten  Tag!“  —  Cjemine,  wie  ist  da  unser  Hans
erschrochen  und  bleich  geworden!  GEeschwind  riß  der  einfältige  Knabe
die  Kappe  vom  Kopfe  und  sagte:  „Guten  Tagl.  Derzeihen  Sie  mir,
herr,  ich  hab’  gemeint,  Sie  wären  ein  Dogel.“

136.  Die  Feuerwehr.

Hurra,  hurra,  die  Feuerwehr!  —  Eben  war  es  noch  so
langweilig  und  still  auf  der  Straße;  kein  Wagen  fuhr,  wenig
Menschen  gingen,  und  nun  auf  einmal  rasselt  und  klingelt
und  pfeift  es  daher,  und  alle  Häuser  werden  lebendig.  Aus
den  Fenstern  strecken  sich  neugierige  Gesichter,  und  aus  den
Läden  laufen  die  Leute  schnell  vor  die  Tür,  um  zu  sehen,  was
da  los  sei.  Ha,  da  kommt  ein  langer,  niedriger  Wagen  angerasselt.
  Blanke  Helme  sehe  ich  blitzen;  die  Glocke  klingelt
heftig  —  rrr!  ist  der  Wagen  schon  vorüber.  Schwarz  von
Menseben  ist  die  stille  Strabe.  Woher  kommen  all  die  Vielen
dem  peuerwehrwagen  herl  auten?

„Wo  ist  das  Feuer?“  —

„Ich  weiß  auch  nicht!“

Alle  Leute  sehen  sich  um,  drehen  die  Köpfe,  recken  die
Hälse,  sprechen  miteinander.  Sogar  die  Leute,  die  einander
gar  nicht  kennen,  fragen  sich,  wo  das  Feuer  ist.

Rrrrl  Wieder  ein  Wagen!  Unter  den  blanken  Helmen  sehe
ich  mutige  Gesichter.  An  der  Seite  trägt  jeder  Feuerwehrmann
  ein  Beil.  Rrrr  —  Ein  Wagen  mit  lauter  Spritzenschläuchen!
  Aber  es  geht  so  schnell,  ich  kann  nichts  recht  erkennen.


Die  Leute  laufen  alle,  als  ob  jemand  hinter  imen  her
wäre.  Sieh,  ist  nicht  dort  unten  der  Himmel  rot?  Oh,  viel-Lesebuch

  für  Unterklassen.  Rh.  7