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kommst  ohne  Holz  zurück!“  Der  Junge  sagte:  „Mutter,  sei  nicht  böse,
ich  habe  wacker  gearbeitet,  und  du  sollst  mit  mir  zufrieden  sein.“
Dabei  schüttete  er  die  goldenen  Blätter  auf  den  Tisch.  Die  funkelten
und  glänzten,  daß  der  Mutter  fast  das  Sehen  verging.  Sie  dachte
aber,  der  Schatz  könnte  nicht  auf  rechtem  Wege  erworben  sein,  und
fragte:  „Woher  hast  du  all  das  goldene  Zeug?“  Da  erzählte  er
ihr  die  Geschichte  von  dem  alten  Weiblein  und  dem  Birkenreis.
Nun  freute  sich  die  Mutter  auch,  und  seit  dem  Tage  litten  beide
keinen  Mangel  mehr.

143.  Vom  klugen  Schneiderlein.

Wie  das  Schneiderlein  ein  Rätsel  lösen  mußte.

Es  war  einmal  eine  Prinzessin  gewaltig  stolz;  kam  ein  Freier,
so  gab  sie  ihm  etwas  zu  raten  auf,  und  wenn  er's  nicht  erraten
konnte,  so  ward  er  mit  Spott  fortgeschickt.  Sie  ließ  auch  bekanntmachen,
  wer  ihr  Rätsel  löste,  sollte  sich  mit  ihr  vermählen,  und
möchte  kommen,  der  da  wolle.  Endlich  fanden  sich  auch  drei  Schneider
zusammen;  davon  meinten  die  zwei  ältesten,  sie  hätten  so  manchen
feinen  Stich  getan  und  hätten's  getroffen,  da  könnt's  ihnen  nicht
fehlen,  sie  müßten's  auch  hier  treffen;  der  dritte  war  ein  kleiner
unnützer  Springinsfeld,  der  nicht  einmal  sein  Handwerk  verstand,
aber  er  meinte,  er  müßte  dabei  Glück  haben;  denn  woher  sollt's
ihm  sonst  kommen?  Da  sprachen  die  zwei  andern  zu  ihm:  „Bleib
nur  zu  Haus,  du  wirst  mit  deinem  bißchen  Verstande  nicht  weit
kommen!“  Das  Schneiderlein  ließ  sich  aber  nicht  irremachen  und
sagte,  es  hätte  einmal  seinen  Kopf  darauf  gesetzt  und  wollte  sich
schon  helfen,  und  ging  dahin,  als  wäre  die  ganze  Welt  sein.

Da  meldeten  sich  alle  drei  bei  der  Prinzessin  und  sagten,  sie
sollte  ihnen  ihre  Rätsel  vorlegen;  es  wären  die  rechten  Leute  angekommen,
  die  hätten  einen  feinen  Verstand,  daß  man  ihn  wohl  in
eine  Nadel  fädeln  könnte.  Da  sprach  die  Prinzessin:  „Ich  habe
zweierlei  Haar  auf  dem  Kopf;  was  für  Farben  hat  das?"  „Wenn's
weiter  nichts  ist,“  sagte  der  erste,  „es  wird  schwarz  und  weiß  sein,
wie  Tuch,  das  man  Kümmel  und  Salz  nennt!“  Die  Prinzessin
sprach:  „Falsch  geraten;  antworte  der  zweite!“  Da  sagte  der  zweite:
„Ist's  nicht  schwarz  und  weiß,  so  ist's  braun  und  rot  wie  meines
Herrn  Vaters  Bratenrock.“  „Falsch  geraten!“  sagte  die  Prinzessin;
„antworte  der  dritte!  Dem  seh'  ich's  an,  der  weiß  es  sicherlich."
Da  trat  das  Schneiderlein  keck  hervor  und  sprach:  „Die  Prinzessin