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die  Finger  auf,  und  mit  der  Rechten  streich'  ich  mit  dem  Bogen
drauflos,  da  geht's  lustig,  hopsasa,  vivallalera!“  „So  geigen,“
sprach  der  Bär,  „das  möcht'  ich  auch  verstehen,  damit  ich  tanzen
könnte,  sooft  ich  Lust  hätte.  Was  meinst  du  dazu?  Willst  du  mir
ünterricht  darin  geben?“  „Von  Herzen  gern,“  sagte  das  Schneiderlein,
  „wenn  du  Geschick  dazu  hast.  Aber  weis  einmal  deine  Tatzen
her,  die  sind  gewaltig  lang,  ich  muß  dir  die  Nägel  ein  wenig  abschneiden."
  Da  ward  ein  Schraubstock  herbeigeholt,  und  der  Bär
legte  seine  Tatzen  darauf;  das  Schneiderlein  aber  schraubte  sie  fest
und  sprach:  „Nun  warte,  bis  ich  mit  der  Schere  komme“,  ließ  den
Bären  brummen,  soviel  er  wollte,  legte  sich  in  die  Ecke  auf  ein  Bund
Stroh  und  schlief  ein.
Wie  das  Schneiderlein  die  Prinzessin  heiratete.

Die  Prinzessin,  als  sie  am  Abend  den  Bären  so  gewaltig
brummen  hörte,  glaubte  nicht  anders,  als  er  brummte  vor  Freuden
und  hätte  dem  Schneider  den  Garaus  gemacht.  Am  Morgen  stand
sie  ganz  unbesorgt  und  vergnügt  auf.  Wie  sie  aber  nach  dem  Stall
guckt,  so  steht  das  Schneiderlein  ganz  munter  davor  und  ist  gesund
wie  ein  Fisch  im  Wasser.  Da  konnte  sie  nun  kein  Wort  mehr  dagegen
  sagen,  weil  sie's  öffentlich  versprochen  hatte,  und  der  König
ließ  einen  Wagen  kommen,  darin  mußte  sie  mit  dem  Schneiderlein
zur  Kirche  fahren,  und  da  sollte  sie  vermählt  werden.  Wie  sie  eingestiegen
  waren,  gingen  die  beiden  andern  Schneider,  die  ein  falsches
Herz  hatten  und  ihm  sein  Glück  nicht  gönnten,  in  den  Stall  und
schraubten  den  Bären  los.  Der  Bär  in  voller  Wut  rannte  hinter
dem  Wagen  her.  Die  Prinzessin  hörte  ihn  schnauben  und  brummen;
es  ward  ihr  angst,  und  sie  rief:  „Ach,  der  Bär  ist  hinter  uns  und
will  dich  holen!“  Das  Schneiderlein  war  fix,  stellte  sich  auf  den
Kopf,  streckte  die  Beine  zum  Fenster  hinaus  und  rief:  „Siehst  du
den  Schraubstock?  Wenn  du  nicht  gehst,  so  sollst  du  wieder  hinein.“
Wie  der  Bär  das  sah,  drehte  er  sich  um  und  lief  fort.  Mein
Schneiderlein  fuhr  dann  ruhig  in  die  Kirche,  und  die  Prinzessin
ward  ihm  an  die  Hand  getraut,  und  er  lebte  mit  ihr  vergnügt  wie
eine  Heidelerche.  Wer's  nicht  glaubt,  bezahlt  einen  Taler.

144.  Das  Riesenspielzeug.

Auf  einem  hohen  und  steilen  Felsen  im  Elsaß  stand  vor
langen  Zeiten  eine  Burg,  deren  Bewohner  Riesen  waren.  Nun
hatte  einer  von  diesen  Riesen  eine  Tochter,  die  noch  niemals
aus  der  Burg  und  dem  Burggarten  herausgekommen  war.  Da