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4.  Hier  eine  Hand  und  da  eine  Hand,
die  rechte  und  die  linke  sind  sie  genannt;
fünf  Finger  an  jeder,  die  greifen  und  fassen.
Jetzt  will  ich  sie  nur  noch  spielen  lassen;
doch  wenn  ich  erst  groß  bin  und  was  lerne,
dann  arbeiten  sie  alle  auch  gar  gerne.

5.  Füße  hab'  ich,  die  können  stehn,
können  zu  Vater  und  Mutter  gehn,
und  will  es  mit  dem  Laufen  und  Springen
nicht  immer  so  gut,  wie  ich's  möchte,  gelingen,
tut  nichts;  wenn  sie  nur  erst  größer  sind,
dann  geht  es  noch  einmal  so  geschwind.

6.  Ein  Herz,  ein  Herz  hab'  ich  in  der  Brust,
so  klein  und  klopft  doch  so  voller  Lust
und  liebt  doch  den  Vater,  die  Mutter  so  sehr.
Und  wißt  ihr,  wo  ich  das  Herz  hab'  her?
Das  hat  mir  der  liebe  Gott  gegeben,
das  Herz  und  die  Liebe  und  auch  das  Leben.

148.  Junker  Prahlhans.

Ein  König  hatte  einen  jungen  Edelknecht.  Der  versprach
immer  viel,  aber  hielt  nur  wenig.  Darum  nannte  man  ihn
den  Junker  Prahlhans.  Am  Hofe  des  Königs  lebte  aber  auch
ein  Spaßmacher,  und  dieser  wollte  den  Prahlhans  bessern.  Das
ging  auf  folgende  Weise:

Eines  Tages  hätte  der  König  gern  gebratene  Vögel  gegessen
  und  sprach  zum  Junker:  „Hans,  geh  hinaus  in  den
Wald  und  schieß  mir  zehn  Vögel  für  meinen  Tisch!“  Der
Junker  aber  sprach:  „Nicht  nur  zehn,  sondern  hundert  Vögel
will  ich  dir  schieben!“  „Gut,“  Ssprach  der  König,  „wenn  du
ein  so  guter  Schütze  bist,  so  bringst  du  mir  hundert;  sollst
für  jeden  einen  Taler  haben.“  Der  Spafmacher  hörte  das  und
ging  dem  Junker  voraus  in  den  Wald,  wo  die  meisten  Vögel
Waren,  und  rief  ihnen  zu:

„Ihr  Vöglein,  flieget  alle  fort!
Hans  Großmaul  kommt  an  diesen  Ort,
möcht’  hundert  Vögel  schiclen.“