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5.  Schaff,  als  ob  des  Lebens  Rot
Nie  von  deinen  Wangen  schwände;
Aber  leb,  als  ob  der  Tod

Schon  vor  deiner  Tire  stände.
Sei  nicht  ein  Wind-und-Wetter-Hahn

Friodrich  von  Bodonstedt.

Und  fang  nicht  immer  Meues  an!
Was  du  dir  wohl  hast  vorgesetzt,
Dabei  beharre  bis  zuletzt!

Wer  viel  anfängt  zu  gleicher  Zeit,

Macht  alles  halb  und  nichts  gescheit.

9.  Ein  geistlich  Hbendlied.

S“  Ist  so  sflll  geloorden,
Verrauscht  des  Hbends  Wehn,
Hun  hört  man  allerorten

Der  Sngel  Fühe  gehn.

Kngs  in  die  Tale  senket

Sich  Finsternis  mit  Miadcht  —
Vni  ab,  Herz,  was  dich  Kränket,
Und  was  dir  bange  macht!

2.  Es  ruht  die  Welt  im  Schwelgen,
Ihr  Tosen  Ist  vorbei,

Slumm  llrer  Freude  Relgen
Und  stumm  ilhr  Schmerzenschrei.

10.  Rätsel.

Robert  Reinick.

Von  Gottfried  Kinkel.

Pat  Rosen  sie  geschenket,

Pat  Dornen  ste  gebracht  —
W#k  ab,  Herz,  was  dich  kränket,
Und  was  dir  bange  macht!

3.  Uun  stelm  Im  Hlmmelskreise
Die  Stern’  in  UMiajestat:

en  glelchem,  kestem  Slelse

Der  goldne  Wagen  geht.

Und  gleich  den  Sternen  lenket
Er  deinen  Weg  durch  llacht.  —
Wirk  ab,  Herz,  was  dich  kränkei,
Und  was  dir  bange  machitl

Von  Friedrich  von  Schiller.

wei  Eimer  sicht  man  ab  und  auf
In  einem  Brunnen  steigen,

Und  schwebt  der  eine  voll  herauf,
Muß  sich  der  andre  neigen.
Sie  wandern  rastlos  hin  und  her,
Abwechselnd  voll  und  wieder  leer,
Und  bringst  du  diesen  an  den  Mund,
Hängt  jener  in  dem  tiefsten  Grund;
Nie  können  sie  mit  ihren  Gaben
In  gleichem  Augenblick  dich  laben.