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dienste,  den  Christus  selbst  angeordnet  hat  als  Opfer  des  Neuen
Bundes.  In  heiterm  Frohsinn  des  Familienlebens,  in  Beteiligung
an  der  nachmittägigen  Andacht,  in  frommer  Lesung,  in  Ausflügen
in  die  freie  Natur  verfließt  der  übrige  Tag.  Es  ist  wahrhaft  ein
Tag  der  Ruhe,  der  geistigen  und  leiblichen  Erholung  von  dem
Tagewerk  der  Woche.

14.  Sonntagmorgen.  Von  Robert  Reinich.

us  den  Tälern  hör  ich  schallen
Glockentöne,  Festgesänge;
Helle  Sonnenbllche  fallen
Durch  die  dunkeln  Buchengänge;
Himmel  ist  von  Glanz  umflossen,
Heil'ger  Friede  rings  ergossen.

2.  Durch  die  Felder  still  beglüchet
Ziehen  Menschen  allerwegen;
Frohen  Kindern  gleich  geschmüchet
Gehn  dem  Vater  sie  entgegen,

Der  auf  goldner  Saaten  Wogen
Segnend  kommt  durchs  Land  gezogen.

3.  Wie  die  Blumen  festlich  blühen!
Wie  so  fromm  die  Bäume  rauschen!
Eine  Lerche  seh'  ich  ziehen,

Ihren  Liedern  muß  ich  lauschen.
Alle  streben,  Gott  zu  dienen,
Und  ich  bete  still  mit  ihnen.

15.  Der  Segen  des  Sonntags.

Die  Völker  des  Altertums  hatten  sich  zwar  von  dem  einzig  wahren
  Gott  abgewandt,  aber  trotz  ihrer  Götzenverehrung  die  von
dem  Schöpfer  der  Welt  eingesetzte  Ruhe  des  siebenten  Tages  beibehalten.
  Unser  Sonntag  hat  somit  schon  eine  Probezeit  von
Jahrtausenden  bestanden,  die  für  seine  Zweckmäßigkeit  und  Unentbehrlichkeit
  das  beste  Zeugnis  ablegt.  Auch  die  medizinische  Wissenschaft
  hat  sich  entschieden  für  den  siebenten  Tag  als  Nuhetag  erklärt.
Zur  Zeit  der  Französischen  Revolution  wurde  in  Frankreich  das
Zehntagesystem  eingeführt,  nach  dem  der  zehnte  Tag  als  Ruhe-