einen  Spaziergang,  und  abends  wiegt  der  Vater  den  kleinen  Liebling
  auf  den  Knien;  das  Herz  geht  ihm  dabei  auf,  und  er  faßt
neuen  Mut  und  frische  Lust,  rastlos  zu  schaffen  für  seine  Lieben.
Um  die  Segnungen  des  Sonntags  allen  zuzuwenden,  die  sich
in  schwerer  Arbeit  die  Woche  hindurch  abgemüht  haben,  ist  die
Sonntagsruhe  für  das  ganze  Deutsche  Reich  gesetzlich  geregelt  worden.
  Dieses  Gesetz  trat  am  1.  Juli  1892  in  Kraft  und  wird  vom  Arbeiter,
  Handwerker  und  Geschäftsmann  als  eine  Wohltat  empfunden.

16.  Das  Rirchlein  auf  dem  Berge.  uvuon  Markin  Sreif.
E-  winkt  von  lichter  Höhe
Ein  Kirchlein  traut  und  still,

Das  alle,  die's  ersehen,
Mit  Trost  begnaden  will.

2,  „Flieh  er,“  so  ruft  es  nieder,
„Gehümmert  Menschenhern!
Ich  schenke  dir  den  Frieden
And  löse  dir  den  Schmerx.

3.  Versuch  es,  hier  zu  rakten,
Weunn  dir  der  Mut  entschwand!
In  meinem  Nilgerschatten
Ichon  mancher  Kuhe  fand.“

17.  Das  Herz  zu  Gott.
Von  Klemens  August  Droste  zu  Vischering.
Stell  himmelwärts,  stell  himmelwärts
Wie  eine  Sonnenuhr  dein  Herzl
Denn  wo  das  Herz  nach  Gott  gestellt,
Da  geht  es  mit  dem  Schlag,  da  hält
Es  jede  Prob'  in  dieser  Zeit
Und  tröstet  sich  der  Ewigbeit.

2.  Es  geht  nicht  vor,  es  geht  nicht  nach,
Es  schlägt  nicht  stark,  es  schlägt  nicht  schwach,
Es  bleibt  sich  gleich,  geht  wohlgemut
Bis  zu  dem  letzten  Stündlein  gut.

Und  steht's  dann  still  in  seinem  Lauf,
Zieht's  unser  lieber  Herrgott  auf.