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Und  dunkel  ward  die  Nacht,  im  grauen  Meer
Schwamm  eine  tote  Sonne;  kaum  zu  schauen
War  noch  des  qualbewegten  Hauptes  Erauen,
Im  Uodeshampfe  schwankend  hin  und  her.

25  Km  Kreuzesfuße  lagen  drei  Cestalten;
Er  sah  sie  grau  wie  Nebelwolhen  liegen,
Er  hörte  ihres  schweren  Odems  FSliegen,
Dor  Sittern  rauschten  ihrer  Kleider  Jalten.
Oh,  welch  ein  Lieben  war  wie  seines  heiß?

30  Er  kannte  sie,  er  hat  sie  wohl  erkannt;
Das  Menschenblut  in  seinen  Kdern  stand,
Und  stärker  quoll  der  Schweiß.

Die  Sonmenleiche  schwand,  nur  schwarzer  Rauch,
In  ihm  versunken  Ureuz  und  Seufzerhauch;

35  Ein  Schweigen,  grauser  als  des  Donners  Uoben,
Schwamm  durch  des  Sthers  sternenleere  Gassen:
Kein  Lebenshauch  auf  weiter  Erde  mehr,
Ringsum  ein  NKrater,  ausgebrannt  und  leer,

Und  eine  hohle  Stimme  rief  von  oben:

40  „Mein  Gott,  mein  Gott,  wie  hast  du  mich  verlassen!"
Da  weinte  Thristus  mit  gebrochnem  Munde:
„Herr,  ist  es  möglich,  so  laß  diese  Stunde
An  mir  vorübergehn!“

Ein  Blitz  durchfuhr  die  Nacht;  im  Lichte  schwamm
45  Das  Kreuz,  oh,  strahlend  mit  dem  Marterzeichen,
Und  Millionen  hände  sah  er  reichen,
Sich  angstvoll  klammernd  um  den  blut'gen  Stamm,
Oh,  Händ'“  und  händchen  aus  den  fernsten  Sonen!
Und  um  die  Krone  schwebten  Millionen
50  Noch  ungeborner  Seelen,  Funhen  gleichend;
Ein  leiser  Uebelhauch,  dem  Grund  entschleichend,
Stieg  aus  den  Gräbern  der  Derstorbnen  Slehn.
Da  hob  sich  Thristus  in  der  Ciebe  Sülle,
Und  —  „Dater,  Vater,“  rief  er,  „nicht  mein  Wille,
55  Der  deine  mag  geschehn!“

Still  schwamm  der  Mond  im  Blau,  ein  Cilienstengel
Stand  vor  dem  heiland  im  betauten  Grün;
Und  aus  dem  Cllienkelche  trat  der  Engel
Und  stärkte  ihn.