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Darum  findet  der  herbst  überall  fröhliche  Gesichter.  Wie  schön  putzt
er  aber  auch  seine  Gaben  aus!

Betrachtet  nur  die  rotbachigen  kipfel  an  den  Bäumen,  große
und  kleine  und  von  allen  Sorten,  und  dann  die  Birnen,  von  denen
manche  aussehen,  als  ob  sie  von  Wachs  gemacht  seien!  AKber  diese
sind  nicht  immer  die  besten,  und  es  heißt  auch  bei  ihnen  oft:  „Der
Schein  trügt.“  Manche  haben  eine  rauhe  Schale,  sind  aber  inwendig
doch  voll  Saft  und  Wohlgeschmack,  ähnlich  den  braven  Menschen  in
groben  Kitteln.  Die  Dflaumenbäume  hangen  oft  so  voll,  daß  die
äste  die  Last  haum  tragen  können  und  ordentlich  froh  sind,  wenn
die  Menschen  nur  zugreifen.

Die  Uußbäume  warten  oft  gar  nicht  darauf;  sie  haben  monatelang
  in  der  Slille  geschafft  und  lassen  jetzt  ihre  Früchte  zur  Erde
fallen.  Kus  den  grünen  bittern  Schalen  lösen  sich  die  braunen  süßen
Kerne  von  selbst.  Die  Haselnußsträucher  haben  ebenfalls  ihre  Nüsse
in  Bereitschaft  und  lassen  sie  aus  gar  zierlichen  grünen  Bechern  oben
heraussehen,  damit  die  Menschen  gleich  wissen,  was  in  ihnen  stecht.
Da  kommen  dann  die  Knaben  und  Mädchen  und  langen  zu  und
knachen,  ohne  daß  es  ihnen  die  Sträucher  wehren.  Kber  alle  Nüsse
bekommen  sie  doch  nicht;  denn  das  Eichhörnchen  hat  sich  auch  seinen
Teil  geholt,  um  für  den  halten  Winter  Dorrat  zu  haben.

Im  herbst  rupft  man  auch  den  nügllichen  Flachs,  der  nicht  genug
  zu  loben  und  zu  preisen  ist,  so  gering  er  auch  aussieht.  Don
der  Seide  macht  man  ein  gewaltiges  Rühmen,  aber  der  Flachs  ist
doch  der  Meister;  denn  ein  seidenes  Uleid  hann  man  gar  leicht  entbehren,
  aber  nicht  ein  Hemd.

Don  den  Schatzgräbern,  diesen  Betrügern,  mag  ich  nichts  hören,
aber  die  Schatzgräber  im  herbste  sehe  ich  mit  Lust.  Gold  und  Silber
graben  sie  freilich  nicht  aus  dem  Boden,  aber  dafür  etwas,  was
tausendmal  mehr  wert  ist.  Geht  in  ein  haus,  in  welches  ihr  wollt,
und  ihr  werdet  nicht  vergeblich  nach  Martoffeln  fragen,  wenn  ihre
Zeit  da  ist.  Was  wollten  arme  Eltern  mit  ihren  vielen  Kindern  anfangen,
  wenn  sie  nicht  eine  tüchtige  Schüssel  voll  Kartoffeln  auf  den
Uisch  setzen  könnten!  Aber  auch  die  Reichen  wissen,  diese  unansehnliche
  Knolle  zu  schätzen  und  sehen  sie  gern  auf  ihren  TUafeln.  So
groß  aber  der  Nutzen  und  Segen  der  Kartoffeln  ist,  so  geht  es  doch  bei
der  Ernte  ganz  still  her,  und  man  hört  nichts  von  Jubeln  und  Jauchzen
und  Böllern  und  sieht  nichts  von  geputzten  Wagen  und  Menschen.

Diese  Ehre  widerfährt  nur  den  Weintrauben  und  dem  Weine.
So  ist  der  Mensch!  #lle  Achtung  vor  dem  Weine,  denn  er  erfreut
des  Menschen  herz,  aber  wenn  man  auf  den  Uutzen  sieht,  so  sind
doch  die  Trauben  mit  den  Karkoffeln  nicht  zu  vergleichen.  Uur  we-