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nige  Menschen  können  Wein  trinken,  aber  alle  können  Kartoffeln
haben.  Der  Wein  hilft  keinem  hungrigen  Magen,  aber  die  Kartoffeln
tun  es  auf  hunderterlei  Art.

33.  Einkehr.  Von  Tudwig  Uhland.

ei  einem  Wirte  wundermild,
Da  war  ich  jüngst  zu  Gaste;

Ein  goldner  Apfel  war  sein  Schild
An  einem  langen  Aste.

2.  Es  war  der  gute  Apfelbanm,
Hei  dem  ich  eingekehret:
Mit  süßer  Kost  und  frischem  Schaum
Hat  er  mich  wohl  genährrt.

3.  Es  kamen  in  sein  grünes  Haus
Viel  leichtbeschwingte  Gäste;
Hie  sprangen  frei  und  hielten  ISchmaus
Und  sangen  auf  das  beste.

4.  Ich  fand  ein  Heit  zu  füler  Ruh'
Auf  weichen  grünen  Matter
Der  Wirt,  er  dechte  selbst  mic  zu
Mit  frinem  hühlen  Schatten.

5.  Uun  fragt'  ich  nach  der  Schnldigkeit,
Da  schüttelt“  er  den  Wipfel.
Gesegnet  sei  er  allezeit
Von  der  Wurzel  bis  zum  Gipfel!

34.  Heute.  Von  Alban  Stolz.

I*  stehe  an  einem  Bache  und  schaue  in  die  Wellen,  wie  sie

zittern,  und  wie  sie  rennen,  schnell  fortzukommen;  und  ich
schaue  mit  den  Gedanken  noch  weiter,  als  die  Augen  reichen,
dem  Wasser  nach.  —  Wo  gehst  du  hin,  Wellelein,  und  wo
kommst  du  her?  Du  bist  am  Schwarzwald  droben  geronnen
aus  moosiger  Quelle  und  bist  ungesehen  wild  abgestürzt  vom
Felsgestein;  und  wie  in  Schweiß  gekommen,  schäumt  und
schnauft  es  noch  eine  Zeitlang  im  engen  Tal  und  fliebt  dann
besänftigt  und  süß  durch  schöne  weite  Ebenen.  Jett  glänzt
das  Wasserflökchen  im  Sonnenschein,  und  nachher  versinkt  es
im  Schatten  von  Weidengebüsch,  und  sechs  Stunden  später