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6.  „Hilf,  Gott,  wie  groß!  Wie  braun  gebrannt!
Häit'  nun  und  nimmer  Euch  erkannt!  —

7.  Doch  kommt  und  seht;  hier  ist  der  Ort,
Nach  dem  gefragt  mich  Suer  Wort.

8.  Hier  wohnt,  verhüllt  von  Erd’  und  Stein,
Nun  Euer  totes  Mütterlein.“

9.  Da  steht  der  Krieger  lang  und  schweigt,
Das  haupt  hinab  zur  Brust  geneigt.

10.  Er  steht  und  starrt  zum  teuern  Grab
Mit  tränenfeuchtem  Blick  hinab.

11.  Dann  schüttelt  er  sein  Haupt  und  spricht:
„Ihr  irrt,  hier  wohnt  die  Tote  nicht.

12.  Wie  schlöss  ein  Raum,  so  eng  und  klein,
Die  Liebe  einer  Mutter  ein!“

70.  Een  Boot  is  noch  butenl  von  Arno  hotz

Aodeii  Klas  Mielsen  und  Deler  Jehann!

"|  liekt  nach,  ob  wi  noch  nich  to  Mus  sind!
Ji.  hewt  doch  gesehn  den  Ulabautermann?
Gonlob,  dat  wi  wedder  to  hus  sind!“

Die  Fischer  riefen's  und  sließen  ans  Land

Und  zogen  die  Uiele  bis  hoch  auf  den  Strand,
Dumpf  an  rollten  die  Flulen;

Han  Jochen  aber  rechnete  nach

Und  schüttelte  finster  sein  Haupt  und  sprach:
„Een  Boot  is  noch  buten!“

2.  Und  ernster  keuchte  die  braune  Schar
Dem  Dorf  zu  über  die  Dünen;
Schon  grüßten  von  fern  mit  zerzaustem  Haar
Die  Frau'n  an  den  Gräbern  der  Hünen.
Und  ,Korl!“  hieß  es  und  „Leiw  Marie!“
„t  is  doch  man  schön,  dat  ji  wedder  hie!“
Dumpf  an  rollten  die  Flulen.
„Un  Hinrich,  min  Hinrich?  Wo  is  denn  dee?“
Und  Jochen  wies  in  die  brüllende  See:
„Sen  Voot  is  noch  buten!“